Aus dem Amerikanischen von Jürgen Blasius, Christian Rochow und Bettina Aldor. Mit 257 s/w-Abbildungen. Das Ende der kommunistischen Regimes in Europa bedeutet nicht nur dramatische politische und soziale Veränderungen, sondern ermöglichte auch einen neuen Blick auf jahrzehntelang verborgene, vergessene oder fehlinterpretierte Kulturschätze. Thomas DaCosta Kaufmann leistet einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion des Begriffs einer europäischen Kultur jenseits nationaler Grenzen: Er beschreibt das künstlerische Erbe weiter Teile des Heiligen Römischen Reiches, des historischen Polen-Litauen und des Königreichs Ungarn und analysiert die sozialen, politischen und ideologischen Bedingungen, unter denen die Kunst der Höfe, Städte und religiöser Zentren entstand. Ein Überblick über 350 Jahre mitteleuropäische Kultur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2000
Recht distanziert lässt Alexander Markschies die Lektüre dieses Bandes Revue passieren. Er bemängelt zunächst die "flaue" Qualität des Drucks und der Abbildungen und verfälschende Übersetzungen. Dann kommt er auf DaCosta Kaufmanns Abhandlung selbst zu sprechen, lobt ihre ungeheure Materialfülle und den Kenntnisreichtum des Autors, stört sich dann aber doch daran, dass auf vielen Seiten gleich vier oder fünf Kunstwerke besprochen werden und dass sich der Autor mit Vokabeln wie "meisterhaft" um ihre nähere Beschreibung drücke. Insgesamt findet Markschies, dass das Buch wie ein "monumentaler Lexikonartikel" verfasst sei und dass ihm allzu oft eine "vertiefende Einsicht" fehle.
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