Eugene Ostashevsky

Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt

Gedichte. Englisch-Deutsch
Cover: Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt
Kookbooks Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783937445830
Gebunden, 120 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Monika Rinck und Uljana Wolf. "Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt" ist eine Art Roman in Gedichten über Verständigungsschwierigkeiten zwischen Piraten und Papageien. Was vor acht Jahren als Kinderreim begann, hat sich zu einer Untersuchung heutiger und historischer Bedeutungen der Begriffe "Pirat" und "Papagei" ausgewachsen. Urheberrecht, kapitalistische Ideologie, Tierintelligenz, Cartesische Philosophie, kolonialistische Ethnografie, Erstkontakt-Narrative und insbesondere Berichte über Piraten und Papageien aus der Renaissance und frühen Neuzeit (etwa Ulisse Aldrovandis Ornithologiae Libri XII aus dem Jahr 1599, worin exakte anatomische Beobachtungen an toten Papageien auf belanglose Anmerkungen zu ihrem Verhalten treffen) kommen vor. Im Grunde geht es aber schlicht darum, wie es ist, mit jemandem zu reden, und ob dieser jemand überhaupt jemand ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.02.2018

Rezensent Vincent Sauer ist Eugene Ostashevsky dankbar, ihm die Papageienhaftigkeit jeder Sprache vor Augen zu führen mit seinen "polyphonen, gewitzten" Texten. Ostashevskys vierter Gedichtband, entstanden aus Anlass eines Stipendienaufenthalts in Berlin, nimmt Sauer mit auf Piratenfahrt. Wie der Autor einen irrlichternden, philosophierenden Piraten und seinen Papagei Situationen von misslingender Kommunikation aussetzt und in einen rasanten Strom aus Referenzen, Reimen und Rhythmen eintauchen lässt, hat für Sauer nichts von sterilen Experimenten, sondern kündet von der Brüchigkeit der Sprache in unserem Zusammenleben. Die Übersetzung von Monika Rinck und Uljana Wolf kann das über weite Strecken gut vermitteln, meint Sauer.
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