Daniel Falb

Bancor

Gedichte
Cover: Bancor
Kookbooks Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783937445397
Gebunden, 64 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

In seinen neuen Gedichten entwickelt Daniel Falb die lyrische Sprache seines ersten Bandes, "die räumung dieser parks", konsequent weiter und präsentiert dichte, feingliedrige Skulpturen des Sozialen. "Bancor" - das auf die von John Maynard Keynes im Rahmen der Bretton-Woods-Konferenz 1944 vorgeschlagene Weltwährung anspielt - arbeitet an einer Neudefinition des politischen Gedichts als einem genuin ästhetischen Objekt, das die Sprache der Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit des Gedichts seziert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2010

Prosagedichte möchte Wulf Segebrecht die vorliegenden Texte von Daniel Falb nennen. Nicht ohne findet er die Kombinationskunst des Autors, das Zusammensetzen heterogener Sprachstücke zu neuen, schwer nachvollziehbaren Aussagen. Nach mehrmaligem Lesen ergeben sich für Segebrecht allerdings doch Themenverbindungen, Situationen, konkrete Erfahrungen. Vor allem aber schätzt er den spielerischen Umgang, die eher symbolische denn historische Verfahrensweise des Autors mit den Realitätspartikeln. Eine Collage eines Artikels der Menschenrechtserklärung bezaubert ihn nicht etwa durch die schnöde Möglichkeit der Rekonstruktion des wirklichen Textes, sondern durch die letztlich doppelte Vernichtung der Vorlage, formal und inhaltlich.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.02.2010

Michael Braun scheint es bei Daniel Falbs zweitem Gedichtband "Bancor" ein wenig zu frösteln, denn er stellt fest, dass hier ein äußerst distanzierter Beobachter nur mehr Fetzen mündlicher Rede mit "sprachlichen Fertigteilen" zusammenmontiert und dabei jegliche Innenschau oder Empathie verweigert. Und wenn er zugeben muss, dass dieser unsentimentale, kühle Blick durchaus reizvoll ist, so beginnt er doch, sich nach dem guten, alten lyrischen Ich zu sehnen, das mehr Subjektivität an den Tag legt.