Ernst Hillebrand (Hg.)

Rechtspopulismus in Europa

Gefahr für die Demokratie?
Cover: Rechtspopulismus in Europa
J. H. W. Dietz Nachf. Verlag, Bonn 2015
ISBN 9783801204679
Gebunden, 190 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Ob Front National, UKIP, Lega Nord oder FPÖ - rechtspopulistische und euro­skeptische Parteien gewinnen in fast allen europäischen Gesellschaften an Einfluss. Wer sind ihre Führer? Wer sind ihre Wähler? Was sind ihre Themen? Welchen Weg nahmen sie in die Parlamente? Wie gefährlich sind sie für die etablierten politischen Parteien und für den europäischen Zusammenhalt? Diesen Fragen widmen sich Politologen und Soziologen aus sechs Ländern. Nach Länderanalysen über Großbritannien, Dänemark, Österreich, Frankreich, Niederlande, Polen, Ungarn, Schweiz und Italien untersuchen sie die Frage, inwieweit der Aufstieg des Rechtspopulismus ein generelles Krisenzeichen der Demokratie in Europa ist. Mit Beiträgen von Laurent Baumel, Marek Beylin, Michael Braun, Jean-Yves Camus, René Cuperus, David Goodhart, Matthew Goodwin, Christophe Guilluy, Ernst Hillebrand, Attila Juhász, Péter Krekó, Andreas Ladner, Susi Meret, Robert Misik, Anthony Painter, Jakub Patocka, Werner A. Perger, Karin Priester, Krisztián Szabados, Barbara Tóth und Koen Vossen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2015

Keinen Schnellschuss sieht Eckhard Jesse hinter dem von Ernst Hillebrand herausgegebenen Band, trotz aller Aktualität. Reflektiert, nicht moralisierend und um unorthodoxe Antworten auf unbequeme Fragen bemüht scheinen ihm die Beiträge im Buch. Sie beleuchten den Begriff des Rechtspopulismus, stellen mit der Dänischen Volkspartei, dem Front National, UKIP, Lega Nord etc. rechtspopulistische Kräfte vor und analysieren die Ursachen für deren Erfolge. Wenn die Autoren schließlich nach Lösungen suchen (Vertrauen, statt Dämonisierung), vermerkt der Rezensent einen leichten Qualitätsabfall und allzu viel Theorie. Auch dass linkspopulistische Tendenzen zu wenig in Betracht gezogen werden, fällt ihm auf. Am positiven Gesamturteil des Rezensenten ändert das allerdings nichts.
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