Herausgegeben von Birgit Recki. Bearbeitet von Tobias Berben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.02.2002
Rezensent Thomas Meyer würdigt in seiner kurzen Kritik diesen achten Band von Cassirers Gesamtwerk als "wohlfeile und sehr sorgsam überarbeitete Neuausgabe" von dessen 1916 geschriebener Kant-Monografie. Die Schrift wurde, erfahren wir, "zum herausragenden Dokument eines Streites" zwischen dem Ontologen Martin Heidegger und dem Kulturphilosophen Cassirer, in dem es um die "Frage nach dem richtigen Kantverständnis" ging. Meyer referiert kurz die unterschiedlichen Grundpositionen - "Sein zum Tode" versus "Unsterblichkeit" - und wertet sie als "zwei philosophische Zukunftsentwürfe", die zu "politischen" wurden. Abschließend empfiehlt er den "praktisch völlig vergessenen" Cassirer und die Lektüre mit dem Urteil: "Leben und Werk sind aus einem Guss".
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