Herausgegeben von Jürgen Gebhardt. Aus dem Englischen von Lars Hochreutherund Heide Lipecky.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2003
"Ordnung und Geschichte", das vielbändige Hauptwerk des Politologen Eric Voegelin, ist in Deutschland kaum rezipiert worden, stellt der Theologe Friedrich Niewöhner zu Beginn seiner Rezension fest. Die onto-theologische Verankerung des Menschen hat Voegelin komparatistisch quer durch die Zeiten und Kulturen untersucht - im Bilden von Symbolen als "real erfahrener Partizipation am menschlichen Geist" sieht er den zu deutenden Ausdruck menschlicher Erfahrung. Von der Vorstellung eines geschichtsphilosophisch zu begreifenden kontinuierlichen Fortschritts der Menschheit ist Voegelin im Laufe seiner Forschungen abgekommen - ein einziger "Seinssprung" scheint ihm von überdauernder Wirkung. Es ist dies die Auflösung der kosmischen Ordnung und die unmittelbare Unterordnung unter Gott, die sich in Israel, aber auch in der klassischen Antike ereignet habe. Von daher, so Voegelin im Vorwort zu diesem Band, sei seine Arbeit als "eurozentrische" Geschichtsphilosophie zu begreifen. Niewöhner kommt in seiner umfassenden Besprechung des Voegelinschen Werks zur ausgewogenen Beurteilung des Denkers: im weiten Ausgreifen des autodidaktischen Nicht-Spezialisten sieht er die vielfach anregende Stärke, aber auch die Schwäche seiner Geschichtsphilosophie.
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