Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2005
Richtig ernst nehmen kann Norbert Tofall die Ausführungen des Theologen Eilert Herms zu Fragen der Ethik in der Ökonomie nicht. Zwar äußert sich Herms für einen Theologen erstaunlich "informiert", "klug" und "differenziert" zu Wirtschaftsfragen und sollte von jedem Ökonomen zur Kenntnis genommen werden. Mehr aber auch nicht. Denn Herms Versuch, die Ökonomik "fundamentalanthropologisch" über die natürlichen Bedürfnisse des Menschen zu fundieren, muss misslingen. Längst hat sich die Ökonomik als "sozialwissenschaftliche Disziplin" etabliert, die auf den "Rückgriff auf Instanzen verzichtet, die dem Wollen und den Präferenzen der Individuen extern bleiben, wie wie beispielsweise Gott, der Kosmos, die Natur, die Gesetze der Geschichte." Nach Herms "mittelalterlicher Ethik" müsste man die Wirtschaft in erneute Abhängigkeit theologischen Überlegungen stellen. Für Tofall ein Rückfall in vormoderne Zeiten. Herms wolle die "Ökonomie zur Magd der Theologie" machen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…