Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Kay Greiners. Mit 29 Jahren schockiert Edward Snowden die Welt: Als Datenspezialist und Geheimnisträger für NSA und CIA deckt er auf, dass die US-Regierung heimlich das Ziel verfolgt, jeden Anruf, jede SMS und jede E-Mail zu überwachen. Das Ergebnis wäre ein nie dagewesenes System der Massenüberwachung, mit dem das Privatleben jeder einzelnen Person auf der Welt durchleuchtet werden kann. Edward Snowden trifft eine folgenschwere Entscheidung: Er macht die geheimen Pläne öffentlich. Damit gibt er sein ganzes bisheriges Leben auf. Er weiß, dass er seine Familie, sein Heimatland und die Frau, die er liebt, vielleicht nie wiedersehen wird.Ein junger Mann, der im Netz aufgewachsen ist. Der zum Spion wird, zum Whistleblower und schließlich zum Gewissen des Internets. Jetzt erzählt Edward Snowden seine Geschichte selbst.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2019

Olga Scheer weiß über Edward Snowdens Autobiografie nicht viel zu sagen. Ihre Nacherzählung setzt erst beim Beginn von Snowdens russischem Exil ein, kein Wort bei ihr über Snowdens aufschlussreiche Schilderungen seiner Kindheit und Jugend. Dass der Autor in seinem Buch Gerüchten über die Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten widerspreche, gehört zwar zu Scheers Erkenntnissen, doch dieser Part kommt im Buch erst ganz am Schluss, wie sie selbst schreibt. Was laut Scheer noch folgt, sind karge Informationen über Snowdens Leben im Exil.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.09.2019

Thomas Assheuer erfährt aus Edward Snowdens Geschichte, für ihn kein Rechtfertigungsbuch, sondern eine uneitle, toll geschriebene Erzählung über einen Computernerd, der seinen Patriotismus entdeckt und dann vom eigenen Staat tief enttäuscht wird, wie der Autor Amerikas dunkles Geheimnis lüftet. Nebenher erzählt ihm Snowden auch eine traurige Geschichte des Internets und wie es vom "Menschheitsmedium" zur Verkaufsbude wurde. Snowdens im Buch geäußerte Hoffnungen auf mehr Schutz für seinesgleichen und mehr Sensibilität des Einzelnen im Datenverkehr, begreift Assheuer als frommen Traum.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.09.2019

Uwe Ebbinghaus versteht Edward Snowdens Autobiografie als erneuten Weckruf. Im Fazit wird des Buches wird für ihn deutlich, dass Snowdens Enthüllungen für die Datensicherheit nicht allzu viel bewirkt haben und der Einzelne gefragt ist, wenn es um die Sicherheit seiner persönlichen Daten geht. Also schleunigst das Verschlüsseln lernen, meint Ebbinghaus. Das Buch stimmt ihn aber dennoch froh, weil der Autor sich als so guter Doppelspion und Erzähler erweist. Wo die Ursprünge für Snowdens Freiheitsdrang, seinen heroischen Mut und seine Selbstlosigkeit liegen, erfährt der Rezensent auf "fast literarische" Weise, Cliffhanger inklusive. Und die Einzelheiten des Datenklaus schildert Snowden spannend wie einen Krimi, erklärt Ebbinghaus. Das letzte Kapitel mit technischen Daten kann der Rezensent da auch noch verkraften.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 17.09.2019

Rezensentin Vera Linß bewundert Edward Snowdens Mut und Konsequenz in seinem Kampf für Rechtsstaatlichkeit. Nachzulesen, wie sich Snowdens Verhältnis zum Staat wandelte, was ihn dazu trieb, mit seinem Leben zu brechen und wie entschlossen und klug er die Enthüllungen über die NSA anging, ist für Linß so überzeugend und spannend wie bedrückend. Das Buch bietet zudem einzigartige Einsichten in das Funktionieren und die Strukturen der amerikanischen Geheimdienste, findet Linß. Snowden erscheint ihr in seiner Autobiografie als inspirierendes Vorbild.