Jan Eckel (Hg.), Daniel Stahl (Hg.)

Embattled Visions

Human Rights since 1990
Cover: Embattled Visions
Wallstein Verlag, Göttingen 2022
ISBN 9783835351646
Kartoniert, 388 Seiten, 41,00 EUR

Klappentext

In englischer Sprache. Die komplexen Wandlungen der Menschenrechte in der jüngsten Zeitgeschichte. Nach 1990 gewannen Menschenrechte national wie international ein wohl vorher nie erreichtes Gewicht. Immer mehr Akteure begriffen gesellschaftliche Probleme als Menschenrechtsfragen. Der Universalanspruch erfuhr weltweite Zustimmung und beförderte eine Vielzahl neuer interventionistischer Praktiken über nationalstaatliche Grenzen hinweg. Nicht zuletzt machten zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen Menschenrechte, in einer vielschichtigen Wechselwirkung mit den gleichzeitigen politischen Veränderungen, zum Gegenstand der Forschung. Die Phase zukunftsgewisser Aufbrüche endetejedoch bereits vor der Jahrhundertwende. Zugleich sah sich die Idee universal gültiger Rechte heftigen Anfechtungen und Gegenentwürfen ausgesetzt. Dieser Band will eine neue empirische Grundlage für das Nachdenken über die jüngste Menschenrechtsgeschichte legen, indem zentrale Entwicklungen der letzten dreißig Jahre beleuchtet werden. Dabei bewegen sich die Beiträge über dichotomische Deutungsangebote von einerseits Triumph und Erfolg, andererseits Scheitern und Niedergang hinaus und schärfen den Blick für komplexe Wandlungsprozesse und gegenläufige Entwicklungen.Der Band erscheint vollständig in englischer Sprache.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2022

Rezensentin Monika Remé hält den von Jan Eckel und Daniel Stahl herausgegebenen Band für ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit. Auch wenn darin keine Einschätzungen zur Entwicklung der Menschenrechte aus postkolonialen Staaten und Osteuropa Platz finden, was Remé ausdrücklich bedauert, bietet der Band laut Rezensentin aufschlussreiche Beiträge, etwa zur Erosion des Menschenrechtsschutzes in Russland. Dass es beim Thema Menschenrechte in den letzten 30 Jahren Fort- und Rückschritte gibt, lernt Remé ebenso wie sie erfährt, wie Great Britain seit langem versucht, den Einfluss des Europäischen Gerichtshof zu behindern, und dass ausgerechnet China in gewissem Sinn als Vorreiter der Menschenrechte gelten kann.

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