"Eine Welt ohne Furcht und Not" - dieser Grundsatz aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist heute für immer mehr Menschen ein unerfülltes Versprechen. Bürgerkriege, Terrorgruppen wie der Islamische Staat aber auch der Missbrauch staatlicher Souveränität haben den größten Flüchtlingsstrom seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ausgelöst. 51 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor religiöser, ethnischer und wirtschaftlicher Diskriminierung, vor Misshandlung, Folter und Tod. Der Report von Amnesty International gibt Auskunft über die Situation der Menschenrechte in ca. 150 Staaten und ist zugleich ein wichtiger Appell an die Weltöffentlichkeit, sich gegen Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Unterdrückung einzusetzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2015
Christian Hillgruber steht dem Report von Amnesty durchaus kritisch gegenüber. Zwar schätzt er die globale Beobachtung der Menschenrechtslage durch die Organisation, doch scheint ihm Amnesty eben auch manchmal daneben zu liegen, wenn es darum geht, einzuschätzen, was eine Menschenrechtsverletzung ist, was nicht. Stichwort: Schwangerschaftsabbruch. Hier sieht Hillgruber Amnesty auf dem Holzweg, wenn es eine Menschenrechtsverletzung bedeutet, das Recht des Schwangerschaftsabbruchs nicht einzuräumen. Ebenso diskussionswürdig scheint ihm Amnestys Misstrauen gegenüber europäischen Institutionen. Insgesamt bietet ihm der Report jedoch differenzierte Analysen zur Lage in China, Afrika oder den USA, zu Fort- und Rückschritten in Sachen Menschenrechte.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Svenja Leiber: Nelka Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…