Aus dem Russischen von Maria Rajer und Jennie Seitz. Russland in der nahen Zukunft: Nach einem verheerenden Bürgerkrieg ist das riesige Land gespalten. Westlich der Wolga liegt das neue Zarenreich. Was im Osten noch übrig ist, weiß niemand. Der östlichste Außenposten des Reiches ist Jaroslawl, die Heimat des jungen Jegor. Ein Zug Soldaten, ausgeschickt vom Zaren, soll herausfinden, was im Außenposten passiert ist, nachdem zum ersten Mal seit Jahrzehnten jemand von Osten über die Wolga kam. Wenn Jegor seine Heimat retten will, muss er das um jeden Preis verhindern ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.07.2023
Rezensentin Cornelia Geißler freut sich über diese gelungene und gruselige Dystopie von Dmitry Glukhovsky. Im Land Moskowien herrscht wieder ein Zar, lesen wir, vom Volk gefürchtet und verehrt. Dort grassiert eine tödliche Krankheit, so die Rezensentin, die sich, besonders perfide, über Worte überträgt und zur Raserei treibt. Unschwer erkennt Geißler hier eine dystopische Version des heutigen Russlands, dabei baue der Autor geschickt Elemente aus Vergangenheit und Gegenwart ein. Und rasant erzählt ist diese "schrille" Parabel, in der der Autor die Ideologie in den Köpfen als körperliche Krankheit sichtbar macht, lobt Geißler.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 29.06.2023
"Packend" findet Rezensentin Sabine Adler Dmitry Glukhovskys dystopischen Roman. Darin geht es um ein vom Bürgerkrieg gezeichnetes und in mehrere Staaten zerfallendes Russland, wobei Moskowien von einem Zar regiert wird. Dieser stützt sich auf seine Streitkräfte, zum Beispiel Juri Lissizyn, führt Adler aus, ein Kosaken-Hauptmann aus der Provinz, der vom Zaren auf eine geheime Mission geschickt wird und dafür durch die Einöde reist, die vor dem Bürgerkrieg mal Russland war und in der ein Virus die Bevölkerung buchstäblich wahnsinnig macht. Lissizyn muss fliehen, mit einer jungen Frau, die wegen ihrer Taubheit unempfindlich gegen das Virus ist. "Rasend spannend", versichert die Rezensentin, die besonders beeindruckt, dass Glukhovsky seinen Roman vor dem Angriff auf die Ukraine geschrieben hat.
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