Edan Lepucki

California

Roman
Cover: California
Blumenbar Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783351050191
Gebunden, 416 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Gesine Schröder. Nach einer Folge von verheerenden Naturkatastrophen stehen die Vereinigten Staaten am Rande des Zusammenbruchs. Im politischen Vakuum gehen Armut und Terror Hand in Hand. Wer Geld hat, flüchtet und verbarrikadiert sich in Gated-Communitys. Die Übrigen haben nur eine Chance zu überleben - Flucht in die Wildnis. So auch das junge Paar Cal und Frida. Nur mit dem Nötigsten brechen sie auf und finden am Rande eines Waldes in einer kleinen Hütte Unterschlupf. Als Frida bemerkt, dass sie schwanger ist, könnte das der schönste Moment ihres Lebens sein. Stattdessen hat sie panische Angst. Als sie und Cal von einer geheimen Kommune namens The Land erfahren, keimt Hoffnung auf. Doch die Bewohner von The Land haben ein dunkles Geheimnis, das nicht nur Frida und Cal betrifft, sondern vor allem ihr ungeborenes Kind. Wie weit darf man gehen, um den zu schützen, den man liebt?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.07.2015

Oh nee, scheint Martin Halter zu stöhnen. In Edan Lepuckis postapokalyptischer Science-Fiction erwachen alte Geschlechterrollen (Frau in die Küche) und Gadgets (Bratensaftpipetten) zu neuem Leben. Dass die Zukunft vor allem bedrohlich gestrig ist, erfährt er bei Lepucki, dessen Figuren zwar je nach Status in Amazon-Communities oder im Wald leben, aber wie eh und je von Camping-Urlaub und freier Liebe träumen und wie Maria und Josef unterwegs sind. So prosaisch Halter das vorkommt und so "angenehm" leise der Autor davon erzählt, so böse bricht das Ende über den Rezensenten herein und die Nachricht von einer beunruhigend nahen Zukunft.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.06.2015

Nicolas Freund ist begeistert von Edan Lepuckis Roman, der aktuelle Krisen zuspitzt und an die Westküste der USA verlegt, wo die Citys längst zu gefährlich zum Leben sind, Wasser knapp ist und der Ausstieg eine echte Option. Wie die Autorin das Apokalyptische immer wieder im Kleinen, Alltäglichen entdeckt, im Zusammenleben ihrer beiden Hauptfiguren, wie sie resignativ die Möglichkeit eines Neuanfangs nach der Katastrophe infragestellt und thrillerhafte Spannung aufbaut, hat Freund imponiert.
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