Petra Ehrler, Günter Verheugen

Der lange Weg zum Krieg

Russland, die Ukraine und der Westen - Eskalation statt Entspannung
Cover: Der lange Weg zum Krieg
Heyne Verlag, München 2024
ISBN 9783453218833
Gebunden, 336 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Seit Februar 2022 tobt der Ukraine-Krieg, ein Ende ist nicht abzusehen, im Gegenteil: Es wird aufgerüstet statt abgerüstet, geschossen statt verhandelt. Mit Günter Verheugen und Petra Erler beziehen erstmals zwei ausgewiesene außenpolitische Experten Stellung: Ohne das Versagen der deutschen und der EU-Außenpolitik wäre es zu dieser verheerenden Eskalation nicht gekommen.In ihrer Analyse der Vorgeschichte des Ukraine-Krieges wird deutlich, wie seit Anfang der 90er Jahre die Axt an die Wurzeln der bis dahin so einzigartig erfolgreichen Entspannungspolitik gelegt wurde. Zug um Zug sind Konfrontation und Machtstreben an die Stelle von Verständigung getreten, wurde ein neuer Kalter Krieg bewusst ebenso in Kauf genommen wie das Risiko eines "heißen Krieges", der jederzeit zum Flächenbrand werden kann. Doch es gibt Lösungen. Die Autoren fordern: Wir müssen dringend zurückkehren zu Dialogbereitschaft, vertrauensbildenden Maßnahmen, einer neuen Entspannungspolitik!"

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.09.2024

Der Politikwissenschaftlerin Gwendolyn Sasse wird mumlig beim Lesen des Buches von Günter Verheugen und Petra Erler. Was die beiden ehemaligen EU-Politiker vorlegen, ist für Sasse ein Beispiel für die Verschiebungen im öffentlichen Diskurs, für die Vermengung von Fakt und Fiktion. Das Deutschland, das die Autoren zeichnen, kann Sasse nicht erkennen. Wann hätte sich Deutschland in den Krieg gegen Russland hineingeworfen, mit dem Ziel gar, Russland zu zerstören, wie es im Buch heißt? Die Glaubwürdigkeit der Autoren wird für Sasse auch dadurch nicht größer, dass sie mit ihrer politische Erfahrung wuchern. Krieg ist komplex, findet Sasse, komplexer als die Sichtweisen in diesem Buch.

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