Klappentext
Wenn Taiwan fällt: Andreas Fuldas aufrüttelndes Szenario Irgendwann 2027. Ein chinesischer Kampfjet stürzt nach einem riskanten Manöver in taiwanischem Luftraum ab. Pekings Machthaber befehlen daraufhin den Angriff auf den Inselstaat. Die USA, innenpolitisch zerstritten, treten in den Krieg ein, aber viel zu spät: China hat Taiwan schon annektiert, unterstützt von Russland, Iran und Nordkorea. Die globalen geopolitischen und ökonomischen Folgen sind verheerend: Die USA und China ringen um die Weltherrschaft, es droht ein dritter Weltkrieg, die Wirtschaft in Europa schmiert ab. Deutschland ist wegen seiner Verstrickung mit China besonders hart getroffen. Der Politologe Andreas Fulda analysiert in seinem Szenario die globalen Folgewirkungen eines Überfalls von China auf Taiwan und zeigt Wege der Konfliktvermeidung.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2026
Nicht allzu hilfreich findet Rezensentin Sara Wagener Andreas Fuldas Buch über eine mögliche Taiwan-Krise. Um auf die Dringlichkeit der Lage hinzuweisen, verlässt der Politikwissenschaftler Andreas Fulda den sicheren Boden der Gegenwartsanalyse und wagt eine Spekulation: Sein Buch entwirft ein Szenario, in dem China Taiwan militärisch angreift, erobert und dadurch eine neue Weltordnung hervorbringt. Wagener glaubt zwar wie Fulda, dass der europäische Blick auf China da problematisch ist, wo er die aggressiven Tendenzen gegenüber Taiwan, die durchaus in militärische Aktionen umschlagen könnten, nicht ernst nimmt. Mit Fuldas Buch kann die Rezensentin freilich wenig anfangen. Zu sehr betreibt der Autor Schwarzweißmalerei, ärgert sie sich. Das heißt, alle die für Taiwans Unabhängigkeit sind, sind gut, alle anderen, inklusive taiwanesische Verräter, sind böse, auch ein Fragenkatalog zur aktuellen politischen Lage, den Fulda in sein Buch einbaut, ist reichlich tendenziös. Schade findet Wagener das, schließlich ist die Lage durchaus ernst - der Alarmismus, den Fulda hier verbreite, bringe uns leider nicht weiter.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.04.2026
Rezensent Michael Hesse ahnt mit dem Buch des Politikwissenschaftlers Andreas Fulda, dass alles noch viel schlimmer kommen könnte als ohnehin schon. Das Szenario eines Krieges zwischen China und Taiwan zeichnet der Autor laut Hesse a la Christopher Clark inklusive schlafwandlerischem Auftakt und langsamer, aber unvermeidlicher Eskalation. Welche Entscheidungsmechanismen, welcher Druck wo zu welchen Eskalationsstufen führt, beschreibt Fulda so genau und real, dass Hesse angst und bange wird. Was werden die USA tun? Auch diese Frage diskutiert das Buch und kommt zum Schluss, dass Machtpolitik bestimmend sein wird. So weit, so bekannt. Am Schluss des Buches stehen Überlegungen zur Entwicklung eines besetzten Taiwan und zur Rolle Deutschlands, so Hesse. Lesenswert, findet er.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.03.2026
Rezensentin Lea Sahay empfiehlt das Buch des Politikwissenschaftlers Andreas Fulda. Fulda beschreibt in einer, wie Sahay zugibt, gewöhnungsbedürftigen Mischung aus Fakt und Fiktion den Einmarsch chinesischer Truppen in Taiwan im Jahr 2027. Das offensiv geschriebene Buch soll aufrütteln, ist Sahay sich sicher. Aber es berichtet auch über unglaubliche Tatsachen, wie die Nachbildung des taiwanischen Präsidentenpalastes in der Inneren Mongolei zu militärischen Übungszwecken. Einige Hintergrundinformationen mehr hätten die Lektüre vereinfacht, findet Sahay, zum Beispiel, wenn es um die UN-Resolution geht, die China gern als Legitimation für seine Taiwan-Politik anführt. Allerdings ist das Buch in Sahays Augen mehr ein Denkanstoß als eine Einführung in die Taiwan-Frage.
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