Corine Defrance, Ulrich Pfeil

Deutsch-Französische Geschichte. Band 10

Eine Nachkriegsgeschichte in Europa 1945 bis 1963
Cover: Deutsch-Französische Geschichte. Band 10
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011
ISBN 9783534147083
Gebunden, 324 Seiten, 69,90 EUR

Klappentext

1945 lag Deutschland in Trümmern, Frankreich hatte die schlimmste Stunde seiner Demütigung hinter sich. Mit der vierten Republik gelang de Gaulle ein Neuanfang, der das Land auch als gleichberechtigte Macht in das Quartett der Siegermächte integrierte. 1963 dann begann mit dem Elysee-Vertrag der Weg der Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Welche Leistungen bis dahin vonnöten waren, schildert der vorliegende zehnte Band der Deutsch-französischen Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.04.2012

Die Analyse der deutsch-französischen Beziehungen von 1945 bis zum Elysee-Vertrag von 1963 findet Clemens Klünemanns Beifall und ist in seinen Augen auch ein notwendiges Studiengebiet für Historiker. Er stellt zufrieden fest, dass insbesondere die detaillierte Rekapitulation der Entwicklungen, die dem Elysee-Vertrag vorausgingen, sich auch für mit die mit der jüngeren deutsch-französischen Geschichte Vertrauten gewinnbringend liest. Ihm sagt offensichtlich besonders die Klarheit und Schnörkellosigkeit zu, mit der Corine Defrance und Ulrich Pfeil die emotional aufgeladene Geschichte der beiden Staaten betrachtet und stimmt ihnen zu, wenn sie beim Treffen von de Gaulle und Adenauer 1962 in der Kathedrale von Reims von "Symbolpolitik" schreiben. Klünemann sieht in dieser Studie die komplizierte "Gemengelage" deutsch-französischer Beziehungen aufschlussreich ausgeleuchtet und wünscht ihr deshalb, dass sie auf breites Interesse stößt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2012

Daniel Korsthorst annonciert zwei neue Bände der deutsch-französischen Geschichte, in denen er künftig "unverzichtbare Nachschlagewerke" erkennt. In Band zehn der Edition beleuchten die Historiker Corine Defrance und Ulrich Pfeil die Nachkriegszeit bis 1963, und der Rezensent ist besonders dankbar, dass sie Elyseevertrag von 1963, der die deutsch-französische Beziehungen von Erbfeindschaft in Freundschaft umwandelte, nicht als ein weiteres Mal als "Wunder" preisen, sondern als Ergebnis politischer Entwicklungen und Entscheidungen erklären. Für die Zeit ab 1963 attestiert er der Historikerin Helene Miard-Delacroix, die weitaus weniger spektakulären Ereignisse zu einem "spannenden Kaleidoskop" zu bündeln. Dass beide Bücher keine klassische Meistererzählung präsentieren, sondern Überblick, Tiefenbohrungen und Forschungsdiskussionen bieten, weiß der Rezensent zu schätzen.

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