Moderne Wissenschaftsgeschichte ist nicht gleichzusetzen mit einer Geschichte der abstrakten und empirischen Wahrheitsfindung. Genauso wenig reduziert sie sich auf die meist als intellektuell begriffenen Inhalte. Wissenschaft vollzieht sich vielmehr im sozialen Raum und wird damit stets von wissenschaftsfernen Aspekten beeinflusst. Somit müssen auch die Gründungsväter des Deutschen Historischen Instituts Paris als sozial determinierte Akteure gelten, die in diesem Band als Wissenschaftsorganisatoren zu erleben sein werden. Gleichzeitig erfahren wir mehr über die für ihre wissenschaftliche Arbeit charakteristischen Methoden, über ihre Rolle bei der Repräsentation von Raum und ihre Arbeit im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2008
Mit Interesse hat Frank-Rutger Hausmann den Sammelband über die Gründungsväter des Deutschen Historischen Instituts in Paris (DHI) gelesen, der zum 50-jährigen Jubiläum des Instituts und als Festschrift zum 65. Geburtstag des im Oktober 2007 ausgeschiedenen Institutsdirektors Werner Paravicini von Ulrich Pfeil herausgegeben wurde. Der Rezensent lobt die Genauigkeit und die große Fülle an Details, mit denen der Band in elf Porträts die Gründerväter des DHI vorstellt. Das Verhältnis des DHI zu Frankreich sei nicht immer unproblematisch gewesen, weshalb Hausmann insbesondere den Einleitungsaufsatz von Peter Schöttler und den letzten Beitrag dieses Sammelbandes von Christoph Cornelißen als wichtig hervorhebt, die sich beide mit den historischen Bedingungen auseinandersetzen. Befremdlich und bedauerlich findet der Rezensent insbesondere vor dem historischen Hintergrund, dass im vorliegenden Band fast kein französisches Institutsmitglied zu Wort kommt.
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