Wenn wir eine Pizza bestellen wollen, rufen wir in der Regel nicht die Tankstelle an; wenn wir ein Paar Schuhe brauchen, gehen wir nicht in eine Bäckerei. Wie ist es in dieser Hinsicht um die Philosophie bestellt? Wann ist es angebracht, eine Philosophin zu konsultieren oder sich mit einem Philosophen zu beraten? Clemens Sedmak erläutert in seinem neuen Buch, das sich an ein allgemeines Lesepublikum richtet, die Bedeutung der Philosophie für den Alltag und das Leben. Der Philosophie, so Sedmak, geht es um Orientierungssysteme, die das, was uns in unserer Erfahrung begegnet, koordinieren und dadurch unser Handeln anleiten. Das Buch ist ein Plädoyer für das Leben in einer offenen Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2003
Manuela Lenzen lobt, dass Clemens Sedmak - Professor für Philosophie an der Universität Salzburg, wie wir erfahren - in diesem Buch zeige, was wir jenseits aktueller Auseinandersetzungen, "um Willensfreiheit und Neuronenbündel" etwa, "an der Philosophie haben". So finde man in diesem Buch dann auch "keine Neurowissenschaft, keine Bioethik", aber zum Beispiel "auch keine Philosophiegeschichte". Denn für Semak ist Philosophieren, berichtet die Rezensentin, nicht auf den Umgang mit philosophischen Texten beschränkt, sondern meine "die allgemeinmenschliche Fähigkeit zur Kontemplation" und schule darin, "das Vertraute anders, und so erst richtig wahrzunehmen". Um dies zu veranschaulichen, berichtet Lenzen, frische Sedmak "etliche Szenarien aus der Literatur", von der Bibel über Aldous Huxley und Philip Dicks bis zu Michael Ende, auf. Praktisch bedeute dies für Sedmak, so Lenzen abschließend, dass die Philosophie sich "systematisch die Nischen zu sichern" hätte, in denen "sich jenseits medialer Stereotypen das Denkvermögen ausbilden lässt".
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