"Die Antike kann schon deswegen nicht an ein Ende gekommen sein, weil sie pausenlos neu konstruiert wird." Die Antworten des bekannten Berliner Kirchenhistorikers und Universitätspräsidenten dokumentieren, wie stark Transformationen der Antike bis auf den heutigen Tag verschiedene Zweige von Wissenschaft prägen: Die moderne universitäre Theologie kann ebenso als eine transformierte antike Form des Nachdenkens über die Welt begriffen werden wie die Universität Humboldtscher Prägung insgesamt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2008
Für Wolfram Kinzig personifiziert der Autor den Typus des engagierten, wissenschaftlich aktiven Hochschulpräsidenten, keine Frage. Wurden die hier versammelten Vorträge und Aufsätze des amtierenden HU-Präsidenten Christoph Markschies auch bereits andernorts publiziert, dem Rezensenten dienen sie zum Nachdenken über eine zeitgemäße Universitätspolitik und Geisteswissenschaft jenseits von Verschulung und Bürokratisierung. Den Blick des Autors auf die Humboldt'sche Universität als eine sich der Antike verdankende Institution und Ausdruck lebendiger Bezüge zum Altertum, findet Kinzig originell, auch wenn er ihn nicht in allen hier versammelten Beiträgen thematisiert sieht.
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