Mit Beiträgen von Markus Gabriel, Christoph Horn, Anna Katsman, Wilhelm Krull, Anna Luisa Lippold, Corine Pelluchon und Ingo Venzke. Welche Rolle können die Geisteswissenschaften bei der Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft spielen? Von welchen Werten lassen wir uns im 21. Jahrhundert leiten? Wie können wir das Potenzial der Geisteswissenschaften in einer Zeit vielfältiger Krisen nutzen? Die Autor*innen stellen sich diesen grundlegenden Fragen und verorten die Antworten in einem neuen Verständnis von Geisteswissenschaften, die ihr Denken und ihre Vorstellungskraft an Kriterien einer lebenswerten Zukunft ausrichten. Diese Geisteswissenschaften stellen sich in den Dienst allen Lebens auf unserem Planeten und sind dadurch in der Lage, neu formulierte, verbindliche Werte in die Gesellschaft hineinzutragen und der Zerstörung unserer Umwelt entschlossen entgegenzutreten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2023
Rezensent Uwe Justus Wenzel vermisst in dem von Markus Gabriel u. a. besorgten Band, den er als Plädoyer für zukunftsweisende Geisteswissenschaften begreift, eine präzisere Arbeit am Begriff ebenso wie das Messen mit anderslautenden Meinungen zur Rolle der Geisteswissenschaften. Insgesamt liest sich der Band für ihn wie ein "Meta-Projektantrag" für geisteswissenschaftliche Forschung, "Leerformeln" und "Nullaussagen" inklusive. Als Organe einer "neuen Aufklärung" kann Wenzel die Geistenwissenschaften auch nach dieser Lektüre nicht klar erkennen. Kämpferisch der Ton, aber dünn die Erläuterungen zur genauen Umsetzung, meint er skeptisch.
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