Christiane Grefe, Mathias Greffrath, Harald Schumann

Attac

Was wollen die Globalisierungskritiker?
Cover: Attac
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2002
ISBN 9783871344510
Taschenbuch, 222 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Keine Protestbewegung erfährt solch spontanen Zulauf wie die Globalisierungskritiker von attac. Weltweit rebellieren über 50 000 Aktivisten unter diesem Motto gegen den Raubtier-Kapitalismus. Wie kaum eine andere Organisation versteht es attac, das Unbehagen vieler Menschen über Folgen der Globalisierung zu bündeln: Sie formuliert konkrete politische Ziele und folgt dem Prinzip der Gewaltlosigkeit. Eine der Kernforderungen ist, eine weltweite Steuer auf Devisenspekulationen (Tobin-Steuer)einzuführen: Damit könnten die globalen Finanzmärkte gebändigt und Mittel für Entwicklungshilfe bereitgestellt werden. Dieses Buch untersucht Anliegen und Aktionen der Protestbewegung: Was wollen die Globalisierungskritiker? Wieso erfährt die Bewegung so viel Zulauf? Was kann sich verändern? Stehen wir am Anfang einer friedlichen Revolution der Weltmärkte?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2002

Benedikt Koehler nutzt seine sehr knappe Besprechung des Sammelbandes über die Globalisierungsgegnergruppe "Attac", um den Vorschlag von Attac, eine "Tobin-Steuer" auf Devisengeschäfte einzuführen, zu in Frage zu stellen. Er hat große Zweifel an der Wirksamkeit dieses Vorschlags. Dem Buch attestiert er, einen "anschaulichen Eindruck" der Organisation zu vermitteln und in ihre "Gedankenwelt" und Arbeit einzuführen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2002

Was will Attac? Eine Antwort auf diese Frage hat Rezensent "hof" offenbar in diesem von Christiane Grefe, Mathias Greffrath und Harald Schumann "äußerst flüssig geschriebenen" Band gefunden. Dass die Autoren mit ihrer Sympathie für die globalisierungskritische Bewegung nicht hinterm Berg halten, hat ihn dabei nicht gestört. Hauptsache das Programm von Attac lässt sich herauslesen. Wenn es dazu auch einen Abriss der Geschichte der globalisierten Finanzmärkte, eine Gründungsgeschichte von Attac und ein Porträt von Attac Deutschland gibt, Mitglieder der Bewegung zu Wort kommen und ihr Reiz erklärt wird (der darin liege, wie die Autoren schreiben, dass sie Politik und Leben zu mischen vermöge) - ist das Buch wohl ein Glücksfall.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.05.2002

Kersten Knipp beschreibt in ihrer Rezension in erster Linie die Ziele und Aktionen von Attac, der mittlerweile bekanntesten Organisation die sich für eine Kontrolle der internationalen Finanzmärkte einsetzt, wie es auch dieses Buch versucht. Knipp hebt die "Nüchternheit" hervor, die sich Attac auf die Fahnen geschrieben hat, wie auch ein bewusst auf einige wenige Punkte beschränktes Programm, was dafür sorgen soll, dass die in Frankreich gegründete Organisation nicht in lauter Splittergruppen auseinander fällt. Sie lobt vor allem den, wie sie findet, "bestechenden Beitrag" von Harald Schumann, der anhand von Zahlen deutlich macht, wie weit die Schere zwischen Arm und Reich inzwischen auseinander klafft. Die Rezensentin ist davon überzeugt, dass schon der "pure Eigennutz" dafür sorgen sollte, mit dem Globalisierungsproblem zu beschäftigen, weshalb sie am Ende schlicht auf die Homepage von Attac hinweist.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.03.2002

Was kommt dabei heraus wenn die Zeit-Redakteurin Christiane Grefe, der Autor Harald Schumann und der Publizist Mathias Greffrath zusammen ein Buch über die globalisierungskritische Initiative Attac schreiben? Ein "Patchwork, eine bunte Mixtur aus Analyse, Feature und Interviews" charakterisiert Stefan Reinecke das Ergebnis. Zum Auftakt rollt Erfolgsautor Schumann - im "fast forward mode" altbekannte historische und ökonomische Grundlagen "pointiert und faktenreich" wieder auf, schreibt der Rezensent. Genaugenommen führe er hier sein Buch "Die Globalisierungsfalle" weiter, bemerkt Reinecke weiter. Dass der "scharfsinnigste" Beitrag von Christiane Grefe stammt, die den Erfolg der Vereinigung Attac zu begründen und erklären sucht, steht für den Rezensenten aber außer Zweifel.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002

Christian Nürnberger stellt in seiner Rezension diesen Sammelband über die Organisation von Globalisierungsgegnern, "attac", und der Entwicklung dieser Protestbewegung vor. Es beschreibe, was Globalisierung für die Menschen bedeute und welche negativen Aspekte sie habe. Präzise würden die Ziele und die Entstehung von "attac" aus einer relativ überschaubaren Gruppe 1999 bis zu einer großen Organisation nachgezeichnet - die nun auch über ihre eigene Struktur werde nachdenken müssen, wie der Rezensent betont. Nürnberger fällt zwar kein explizites Urteil über das Buch, doch insgesamt scheint er den drei Autoren in ihren Darlegungen zu folgen, und etwas Negatives hat er nicht anzumerken.
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