Aus dem Französischen von Caroline Gutberlet. Niederlagen haben einen schlechten Ruf. Man sieht darin Schwäche statt Erfahrungsgewinn. Und das, obwohl so gut wie keine Erfolgsgeschichte ohne den unvermeidlichen Crash auskommt, das zeigen die Lebensläufe von Steve Jobs, Joanne K. Rowling oder Charles de Gaulle. Charles Pépin betrachtet das Scheitern neu. Er begreift es im Sinne der Stoiker als privilegierte Begegnung mit der Realität und wie die Existenzialisten als Chance zur Neuerfindung. In seinem charmanten Kompendium entwirft er eine befreiende Philosophie des Scheiterns, die vor Optimismus sprüht und zeigt, was der verpasst, der nie gescheitert ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.09.2017
Rezensent Uwe Justus Wenzel lernt mit dem Philosophen Charles Pépin die Schönheit des Scheiterns kennen. Keine Erweiterung des Leistungszwangs legt der Autor vor, meint Wenzel erfreut, sondern eine Eröffnung von Denk- und Spielräumen zum Thema. Auch wenn der Autor nicht allen Plattitüden der Ratgeberliteratur entgeht, wie Wenzel feststellt, den philosophischen Modus des Zweifelns und der Kritik kann ihm Pépin durchaus erfolgreich auf sein Thema anwenden, verspricht der Rezensent.
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