Aljoscha Brell

Kress

Roman
Cover: Kress
Ullstein Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783550081095
Gebunden, 336 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Die Welt ist eine Zumutung, jedenfalls für Kress. Wohin er sieht, Mittelmaß, Dummheit, Ignoranz. Einzig die Universität ist in Grenzen ein erträglicher Ort, dort studiert Kress die Großen, Goethe, Kleist, Kant, eben was im 19. Jahrhundert Rang und Namen hatte. Nach dieser glanzvollen Epoche ging es im Grunde bergab, steil, für Kress bis nach Berlin-Neukölln. Dort lebt er in einer winzigen, unsanierten Hinterhofwohnung und führt bei Ketchuptoast und Multivitamintabletten philosophische Gespräche mit dem Tauberich Gieshübler, dem Einzigen, der ihn versteht. Aber dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Kress verliebt sich. Und sieht sich auf einmal gezwungen, all das zu tun, was andere in seinem Alter anscheinend so machen: Wochenendausflüge, Partys, Small Talk. Kress scheitert grandios, an der Welt, an sich selbst. Aber er macht weiter, scheitert wieder, scheitert besser, und am Ende gibt es selbst für jemanden wie ihn noch Hoffnung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2015

Mit größtem Vergnügen hat Rezensentin Melina Savvidou Aljoscha Brells Debütroman "Kress" gelesen. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Studenten, der verbissen und hochmütig sein Germanistikstudium verfolgt, keine sozialen Kontakte hat und lediglich mit einer Taube kommuniziert, berichtet die Kritikerin. Erst als sich Kress unglücklich in eine Kommilitonin verliebt, wird sein Weltbild auf den Kopf gestellt, fährt die Rezensentin fort. Auch wenn ihr die Handlung bisweilen ein wenig vorhersehbar erscheint, hat Savvidou dieses Psychogramm eines einsamen Großstadtmenschen gut gefallen. Insbesondere lobt sie Brells Gespür für die Berlin-Atmosphäre.
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