Aus dem Englischen von Mike Kauschke. Früher betrachteten wir Scheitern als ein Problem, das um jeden Preis vermieden werden sollte. Heute wird uns oft gesagt, dass Scheitern erwünscht ist - dass wir "schnell und oft scheitern" müssen. Das Problem ist, dass keiner der beiden Ansätze die guten von den schlechten Fehlern unterscheidet. Infolgedessen verpassen wir die Gelegenheit, klug zu scheitern. Nach jahrzehntelanger Forschung stellt Amy C. Edmondson in ihrem neuen Buch unser Verständnis von Scheitern vom Kopf auf die Füße. Sie liefert einen Rahmen, um Scheitern klug zu denken, zu diskutieren und zu praktizieren. Amy C. Edmondson zeigt auf, wie wir unproduktives Scheitern minimieren und gleichzeitig den Nutzen aus Fehlern aller Art maximieren können. Sie veranschaulicht, wie wir unsere menschliche Fehlbarkeit in Organisationen akzeptieren, genau lernen, wann Scheitern unser Freund ist, und es weitgehend vermeiden können, wenn es das nicht ist. Dies ist der Schlüssel zur Verfolgung intelligenter Risiken und zur Vermeidung teurer Schäden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.12.2024
Führungskräfte, lest dieses Buch, rät Rezensent Robert Fieten. Die Organisationspsychologin Amy Edmondson hat ein Loblied des Scheiterns verfasst, womit allerdings, schränkt Fieten ein, keineswegs gemeint ist, dass jede Form von Scheitern zu begrüßen ist. Vielmehr geht es im Buch darum, erläutert er, dass Organisationen die Möglichkeit des Scheiterns in Form einer Risikoabwägung bei allen Unternehmungen einkalkulieren sollen. Scheitern also nicht als Folge von Schlamperei, sondern als Chance für Lernerfolge, fasst Fieten die Argumentation zusammen. Der Rezensent hält das offensichtlich für eine vielversprechende Strategie.
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