Armin Strohmeyr

Allianz der Heimatlosen

Erika Mann, Klaus Mann & Annemarie Schwarzenbach
Cover: Allianz der Heimatlosen
Ebersbach und Simon, Berlin 2024
ISBN 9783869153063
Gebunden, 144 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen s/w-Fotos. Unabhängig, rebellisch, queer. Annemarie Schwarzenbach, Erika und Klaus Mann waren ein legendäres Freundestrio, eine "Allianz der Heimatlosen" in unruhigen Zeiten. Die Lebensläufe von Annemarie Schwarzenbach, Tochter aus einer rechtsnationalen Schweizer Fabrikantenfamilie, und den beiden ältesten Kindern des Nobelpreisträgers, Erika und Klaus Mann, waren über Jahre hinweg auf tragische und auch erotische Weise miteinander verbunden. Das Verhältnis der drei pendelte zwischen Liebe, Hingabe, existenzieller Verfallenheit, fürsorglicher Freundschaft einerseits und dem Drang nach äußerer und innerer Distanz andererseits. In diesem Spannungsverhältnis vollzogen sich exemplarisch drei Schicksale, die zudem von den historischen Zeitläuften immer stärker beherrscht und behindert wurden. Mann- Spezialist Armin Strohmeyr erzählt anhand von Briefen, Tagebüchern und anderen Zeugnissen die spannende und tragische Geschichte dieser "Allianz der Heimatlosen" und ihrer hoch talentierten und exzentrischen Protagonisten vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse."Ich glaube … wir können einfach nicht mehr sesshaft sein und die Illusion des Dauernden, zu einem Ziel führenden aufrecht erhalten." Annemarie Schwarzenbach an Klaus Mann 1935.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 21.12.2024

"Wie ein Roman" liest sich die Geschichte der Freundschaft zwischen Erika und Klaus Mann und Annemarie Schwarzenbach, die der Literaturwissenschaftler Armin Strohmeyr in seinem Buch schildert, versichert die zufriedene Rezensentin Sieglinde Geisel. Annemarie und Klaus haben sich 1926 kennengelernt, der Kontakt zu Erika kam 1930 zustande und riss bis zum Tod der Schweizer Autorin bis 1942 nicht mehr ab. Unerwiderte Liebe ist ebenso Thema wie Schwarzenbachs Drogensucht, die Klaus und Erika ebenso kritisieren wie Schwarzenbachs weite Reisen: Beides erscheint den Geschwistern Mann angesichts des Faschismus in Europa zu luxuriös und unernst. Wenngleich der Ton Strohmeyrs gelegentlich etwas "effekthascherisch" ist, lobt Geisel die Verbindungen von Erzählung und Briefen, die ungewohnte Einblicke ermöglicht.

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