Ariadne von Schirach

Der Tanz um die Lust

Cover: Der Tanz um die Lust
Goldmann Verlag, München 2007
ISBN 9783442311156
Kartoniert, 382 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Jugend und Schönheit sind das Maß aller Dinge in unserer Gesellschaft. Alles scheint käuflich, alles wird mit Sex verkauft. Wie ist erotische Begegnung noch möglich in dieser entfremdeten Welt? Wie inszenieren wir uns selbst als begehrenswert, und wie können wir selbst noch begehren? Die Körper sind explodiert und die Anteilnahme erkaltet. Nur die Erregung ist geblieben. Wir sind umgeben von Titten, Ärschen und Waschbrettbäuchen, und das ist nur die glitzernde Oberfläche der Fernseh- und Werbewelt. Leben wir in einer pornografischen Gesellschaft? In einer Gesellschaft, deren Mitglieder nur noch mit heruntergelassenen Hosen oder hochgezogenen Röcken vor dem Rechner sitzen und kein Interesse mehr an Partnerschaft haben? Sex und Liebe und ihre Bedingungen in der Gegenwart: Philosophisch, essayistisch stellt sich "Der Tanz um die Lust" diesem ewigen Thema und erzählt von Menschen und ihren Abenteuern in einer übersexualisierten Wirklichkeit.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.03.2007

Ariadne von Schirach hat es immerhin geschafft, lobt Rezensentin Ines Kappert, ihren Diskurs über Geschlechterverhältnisse und Sex in heutigen Jungeleutekneipen zu "entdämonisieren" und mit ihrem Buch eine alternative "Barplauderei" in Szene zu setzen, frei von den üblichen Ressentiments. Allerdings, muss die Rezensentin einschränken, bleibe Schirach stellenweise nur die "hilflose Flucht in den Kitsch". Spannend findet die Rezensentin dabei eher die Form als die bekannte Botschaft von zu wenig Sex bei zu großem Warenangebot. Ariadne von Schirach wechsle "lässig" zwischen den Genres Sachbuch, Pop-Prosa und explizitem Sextalk. Leider komme auch sie nicht ohne Pauschalisierungen über "die" Männer und "die" Frauen aus, wobei ein tatsächlich allgemein gültiges Phänomen den Hintergrund bilde. Die Mittelschicht ist der Rezensentin zufolge notorisch desorientiert und stürzt sich in Scheinprobleme wie das Geschlechterverhältnis. Und die Autorin wiederum in das völlig unnötige Sinnersatzthema Liebe, wo Männer und Frauen doch, so die Rezensentin, so viel Spaß miteinander haben können.
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