Roy Stuart

The Fourth Body

Cover: The Fourth Body
Taschen Verlag, Köln 2005
ISBN 9783822825570
Gebunden, 280 Seiten, 29,99 EUR

Klappentext

Mit einer DVD. Texte von Dian Hanson. Deutsch-Englisch-Französisch-Japanisch. Ob Luxusappartement oder Pariser Hinterhof, Roy Stuarts Kamera findet und zeigt Frauen, die ihre sexuellen Fantasien ausleben. Auf seinen Bildern sehen wir die natürliche Perfektion jugendlicher Schönheit genauso wie den Charme fraulicher Reife. Für Stuart gibt es keine Tabus, sondern nur schlechte Fotografie und den lusttötenden Stumpfsinn moderner kommerzieller Pornografie.
Die dem Buch beiliegende, einstündige DVD enthält einen kurzen Clip aus seinem Kinofilm, sowie sechs Clips aus seinen "Glimpse"-Videos die er während der letzten acht Jahre produzierte. Die Videos bestehen aus vielfältigen Schablonen, die die Bilder zum Leben erwecken, mit Dialogen und Action und teilweise eindeutigen Sexszenen. Es handelt sich bei "The Fourth Body" um einen künstlerischen Pornofilm, der auch die Fotoserien des Buches wiedergibt.

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

Von der Pornografie sagt man gerne, sie sei billig und schmutzig. Etwas, mit dem abzugeben die eigenen Geschmacksnerven zu verfeinert sind. Von Hans-Jürgen Syberberg gibt es einen sehr schönen, dieses Klischee exzellent bedienenden Film: "Sex-Business made in Pasing". Da wird klar, mit wie wenig Aufwand an Geld und Intelligenz sehr viel Geld gemacht werden und auch noch die intelligentesten Männer zufriedengestellt werden können. Das gab es immer und wird es immer geben. Daneben gibt es die teure Pornografie. Sie ist nicht sauber, aber clean. Sie wird aufwändigst hergestellt. Sie ist nicht billiger als ein Werbefilm und dass sie jemals ihre Kosten wieder einspielt, ist kaum vorstellbar. Man betrachte den bei Taschen erschienenen Band von "The Fourth Body" von Roy Stuart und sehe sich die beiliegende 68-minütige DVD an. Das ist eine extreme finanzielle und ästhetische Anstrengung zur sexuellen Stimulation. Die Absurdität des hier gebotenen Kosten-Nutzen-Verhältnisses wird sonst nur bei l'art pour l'art erreicht...
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