Band 1: Heil Kräuter Kulturen. Die SS, die ökologische Landwirtschaft und die Naturheilkunde im KZ Dachau. Band 2: Wer darf die Früchte ernten? Der "Kräutergarten" in Dachau seit 1945.
Das Thema ist nicht neu, aber eine Studie der Historikerin Anne Sudrow hat eine Menge neue Auspekte zutagegefördert, berichtet Andreas Speit in der taz: Die Anthroposophie und besonders auch deren prominente Firma Weleda standen den Nazis um einiges näher als sie selber je zugaben: "In ihrer Studie mit über 800 Seiten erhärtet Sudrow zudem die Kritik an der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Im Sommer 1933 beschlossen biodynamische Verbände die Eingliederung in den NS-Staat. Erhard Bartsch, ein prominenter Anthroposoph, gründete den 'Reichsverband für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise in Landwirtschaft und Gartenbau', der das 'Führerprinzip' einführte und jüdische Menschen ausschloss. In einer Rede würdigte Bartsch, der in Brandenburg 1928 einen bis heute bestehenden Demeterhof gründete, Adolf Hitler: 'Deutscher Geist und deutsches Schwert werden dem kulturschaffenden Bauern die Zukunft sichern. Heil dem Führer.'" Übrigens gab es in der taz schon 1983 die "taz-Weleda-Kontroverse", merkt Speit an: Der Historiker und ehemalige tazler Götz Aly hatte KZ-Versuche der Firma nachgewiesen. Auch der Spiegel berichtete letzte Woche über Sudrows Studie. Unser Resümee
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