Andreas Kappeler

Ungleiche Brüder

Russen und Ukrainer vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Cover: Ungleiche Brüder
C. H. Beck Verlag, München 2017
ISBN 9783406714108
Gebunden, 267 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Russen und Ukrainer bezeichnen sich seit Jahrhunderten als Brudervölker, wobei sich die Russen in der Rolle des großen Bruders sehen. Dieses Buch erzählt die Geschichte dieser ungleichen Brüder als Wechselspiel von Verflechtungen und Entflechtungen. Nicht zuletzt trägt es zum Verständnis des aktuellen russisch-ukrainischen Konflikts bei.
Die russische Annexion der Krim und die darauf folgende Besetzung der Industrieregion im Südosten der Ukraine durch von Russland gesteuerte Milizen im Frühjahr 2014 haben einen militärischen Konflikt zwischen diesen Staaten ausgelöst, der bis heute andauert. Seit dem 18. Jahrhundert zeigte sich im Verhältnis dieser eng miteinander verbundenen Völker zunehmend eine Asymmetrie. Sie gipfelte darin, dass Russland im 19. Jahrhundert die "Kleinrussen", wie die Ukrainer damals offiziell hießen, nicht als eigenständige Nation mit einer von Russland getrennten Geschichte anerkannte. Diese Sicht hat sich in Russland bis heute erhalten und ist auch im Westen verbreitet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2017

Florian Hassel kennt kaum einen besseren Ukraine-Experten als den Schweizer Osteuropahistoriker Andreas Kappeler. Wenn sich der Autor in seinem neuen Buch auf Unterschiede und Parallelen zwischen Russen und Ukrainern konzentriert und beides durch die Jahrhunderte vom Mittelalter bis zu Putins Krim-Annexion verfolgt, kann Hassel was lernen - über historisch falsche Behauptungen, ukrainische Mythen und gängige Vorstellungen über Russland und die Ukraine, die der Autor mit historischem Wissen dekonstruiert, wie der Rezensent erklärt.
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