Klappentext

Aus dem Englischen von Ursula Pesch und Werner Roller. Wir können den zeitlichen Wettlauf nicht gewinnen immer mehr Menschen produzieren immer mehr Müll, verbrauchen mehr Ressourcen und stoßen mehr CO aus. Bisherige Versuche, die großen Umweltkatastrophen abzuwenden, indem wir den Konsum einschränken und auf erneuerbare Energien umsteigen, kommen gegen die Folgen einer stetig wachsenden Bevölkerung nicht an. Einziges Lösungsszenario für unser Überleben ist, dass wir weniger Menschen werden. Aber was bedeutet das für uns persönlich? Können und wollen wir Menschen zwangsverpflichten, kein oder nur ein Kind zu bekommen? Wie kann so eine gravierende Veränderung in verschiedenen Kulturen durchgesetzt werden?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.12.2013

Eigentlich weiß Petra Steinberger, dass den Propheten der Überbevölkerung nicht zu trauen ist, immer wieder haben Erde und Menschheit den düsteren Szenarien von Thomas Malthus und Paul Ehrlich getrotzt. Jaha, meint nun Alan Weisman, genau in dieser Sorglosigkeit liegt ja die große Gefahr! Und da er sich für seine Drohszenarien ein besonderen Thrill ausgedacht hat, lockt er Steinberger tatsächlich hinterm Ofen hervor: Er reist nach Israel und in die palästinensischen Gebieten, wo religiöse Eiferer Kinder als demografische Waffe einsetzen, in den Niger, wo hinterwäldlerische Patriarchen mit siebzehn Kindern protzen, oder nach Pakistan, wo weitere Unsympathen für unkontrolliertes Bevölkerungswachstum sorgen. Irgendwie hat er Steinberger damit überzeugt, denn am Ende sieht sie in ihm nicht einen weiteren Untergangspropheten, sondern hofft, dass wir die Bevölkerung auf optimale zwei Milliarden reduziert bekommen.
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