Die Weltbevölkerung nimmt jährlich um 78 Millionen Menschen zu, das sind etwa 150 Menschen pro Minute. Die vereinten Nationen werden den Geburtstag des sechs-milliardsten Erdenbürgers symbolisch am 12. Oktober 1999 feiern. Während die Bevölkerung der meisten Industrieländer stagniert oder leicht abnimmt, entfallen 97% des Bevölkerungswachstums auf die heutigen Entwicklungsländer. Das Buch zeigt die mit dem Bevölkerungswachstum verbundenen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Problem.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 11.11.1999
Wenn die Menschheit so weiterwachsen würde wie bisher, so rechnet Erhard Eppler in seiner sehr positiven Rezension des Bandes vor, dann lebten im Jahr 2150 genau 296 Milliarden Menschen auf der Erde. Eppler lobt, dass sich Leisinger weder auf die Seite der Mahner, noch der Optimisten beim Thema Bevölkerungswachstum stellt und greift Leisingers Reflexion der Lage der Frauen als einen der wichtigsten Argumentationsstränge im Buch heraus. Für eine Bremsung des Bevölkerungswachstums brauche es nicht allein mehr Wohlstand, sondern auch eine Befreiung der Frauen aus dem patriarchalischen Zwang. Besonders begeistert ist Eppler über Leisingers Wasser-Kapitel - "das Präziseste, was ich bisher darüber gelesen habe". Auch über Landwirtschaft und Erderwärmung sei hier viel zu erfahren Schließlich weist er auf Leisingers Konzept einer Entwicklungspolitik hin, "die zurückkehrt zur ,Strategie der Befriedigung von Grundbedürfnissen`".
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