Matthias Hannemann nimmt uns mit auf eine Reise durch die europäische Arktis. Im hohen Norden werden gewaltige Rohstoffreserven vermutet. Ihre Erschließung, die nicht zuletzt der Klimawandel ermöglicht, könnte Nordeuropa und das Polarmeer zu einer geopolitischen Schlüsselregion machen. Jahrzehnte des Wartens auf den großen Aufbruch hätten damit ein Ende. Aber lässt sich der Wunsch nach industriellem Fortschritt überhaupt mit der Sehnsucht nach der unberührten Natur und einem Leben fern der Zivilisation vereinbaren? Und welche Konsequenzen hätte eine Erschließung für das Ökosystem?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2010
Eine exquisite Reportagesammlung aus Norwegen, Finnland, Schweden und Grönland hat Melanie Mühl in Matthias Hannemanns Buch "Der Neue Norden" gefunden. Der Skandinavienkenner und Journalist versammelt darin Beobachtungen und Reflexionen seiner Reisen und über allem schwebt, so empfindet es die Rezensentin, der Glaube an die Zukunft noch der abgelegensten Region. Sie lobt den Autor als versierten Erzähler und besonders einnehmend findet sie, dass hinter seinen Schilderungen stets die Begeisterung für die Landschaft und Sympathie für deren Bewohner hindurch klingt. Und so überträgt sich auf seine Leser ohne weiteres die "Faszination", die Hannemann an den Norden fesselt, versichert die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2010
Eingenommen ist Rezensent Sebastian Balzter von Matthias Hannemanns Buch "Der neue Norden", das zwölf Reportagen des Skandinavisten und Journalisten versammelt. Im Mittelpunkt der Texte sieht der Rezensent die Bewohner der Polargebiete in Norwegen, Schweden, Finnland und Grönland beziehungsweise die Begegnungen des Autors mit ihnen. Hannemann gelingt zur Freude des Rezensenten ein differenziertes Bild einer "regionalen Mentalität". Lobend hervorgehoben werden die genauen Charakterstudien und die erhellenden Alltagsbeobachtungen Hannemanns sowie die kulturgeschichtlichen Bezüge.
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