Klappentext

Ágnes Heller engagiert sich für ein freies und solidarisches Europa. Doch Europa steht sich selbst im Weg: Einerseits durch die ungelösten Konflikte zwischen Zentrum und Peripherie, andererseits, weil man nicht wahrhaben will, dass die Demokratie in Europa keineswegs so fest verankert ist, wie viele glauben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.05.2019

Lothar Müller erinnert an den 90. Geburtstag der ungarischen Philosophin Agnes Heller an diesem Sonntag. Wenn die Assistentin von George Lukacs, die später Hannah Arendts Lehrstuhl in New York übernahm, im vorliegenden Essay Überlegungen zum europäischen Nationalstaat anstellt und mit kritischen Gedanken zu Viktor Orbans Ungarn verbindet, lernt der Rezensent zwei Auffassungen des Begriffs "Volk" kennen, die biblische und die römische. Dass und wie die Unterschiede dieser Auffassungen in der EU als "Leerstelle einer europäischen Identität" weiterexistieren, kann Heller dem Rezensenten zeigen.
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