Bernhard H.F. Taureck

Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie

Versuch einer kritischen Ikonologie der Philosophie
Cover: Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN 9783518292662
Taschenbuch, 503 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

Metaphern und Gleichnisse gelten seit Aristoteles als legitime Form der Mitteilung eigener Art, nämlich der Poesie. Daß Bilder auch in der Philosophie auftreten, war in der aristotelischen Metaphorologie nicht vorgesehen, jedoch auch nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Nun ist die europäische Philosophie von den Vorsokratikern bis Derrida nicht eben sparsam mit Gleichnissen und Metaphern umgegangen. Wird der philosophische Diskurs dadurch gestört oder befördert? Wie sind Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie pragmatisch und semantisch zu beurteilen? Diese Fragen können nur im Rahmen einer Philosophiegeschichte und Systematik verbindenden Konzeption gestellt und beantwortet werden. Trotz verschiedener Forschungen steht so etwas wie eine kritische Ikonologie der Philosophie noch aus. Die nun erscheinende Untersuchung will ein erster Versuch einer solchen Ikonologie sein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2004

Eine "in vielen Details beeindruckend vorgeführte kritische Ikonologie der Philosophie" hat Bernhard H. F. Taureck mit diesem Werk vorgelegt, urteilt der Rezensent Michael Adrian, auch wenn er des Verfassers Annahme, "dass unser neuronales System mit Hilfe von Metaphern und Gleichnissen auf seine Umgebung Bezug nimmt", für "reichlich bildtrunken" hält. Der Metapher werden "zu guter Letzt" sogar "transzendentale Weihen zugesprochen". Außerdem wundert sich der Rezensent, dass der "philosophiehistorische Durchgang durch die Metaphern-Welt" bei Nietzsche endet. Die Kernthese der Studie laute, dass Metaphern die Philosophie "von dem, was ihr Außen, was nicht Philosophie ist", abgrenzen sollen. Die Metaphern aktivierten eine "Vielzahl von möglichen Bestimmungen", "die sich jedoch nicht im Beliebigen verläuft". Mit ihrer Hilfe wolle sich die Philosophie "in einem Absoluten, in Gott, im Einen, im Sein" gründen. Taurecks Verdienst, so der Rezensent, sei es, "eine sich auf dem gemeinsamen Nenner der Kreativität ausruhende friedliche Koexistenz von Metapher und Philosophie aufzustören". Leider tue er dies "in einer ausgesprochen unbeflügelten, die Grenze zum Lapsus mehr als einmal überschreitenden Sprache". Taureck fasse die Metaphern "mit spitzeren Fingern" an als etwa Hans Blumenberg, sein metaphorologischer Vorgänger, er behandele sie "als etwas Fremdes".

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