Reinhold Schneider

Reinhold Schneider wurde 1903 in Baden als Sohn Wilhelm Schneiders und dessen Frau Wilhelmine Messmer geboren wurde. Die Eltern führten das renommierte Hotel Messmer, in dem das deutsche Kaiserpaar Augusta und Wilhelm I. jahrzehntelang während seiner regelmäßigen Aufenthalte in Baden wohnte. Nach dem 1. Weltkrieg ging das Hotel Pleite. Kurz nach Reinhold Schneiders 19. Geburtstag erschoss sich sein Vater.
Nach einer kaufmännischen Ausbildung lebte Schneider als freier Schriftsteller in Berlin und Potsdam. Schneider setzte sich intensiv mit den Nationalssozialisten auseinander und schrieb gegen sie an. 1938 ließ er sich in Freiburg nieder. In jenem Jahr erschien seine Buch "Las Casas vor Karl V", in dem Unterdrückung, Rassenwahn und falsch verstandene Religiosität angeprangert wurden. Schneiders Werke wurden verboten. Die Anklage wegen Hochverrats vom April 1945 kam nicht mehr zur Verhandlung.
In den darauf folgenden Jahren wurde Schneider als das "Gewissen der Nation" gepriesen. Der streng gläubige Katholik setzte sich vehement gegen die Wiederbewaffnung ein. 1956 erhielt er Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Reinhold Schneider starb 1958 starb an den Folgen eines Unfalls in Freiburg.

Reinhold Schneider: Der Wahrheit Stimme will ich sein

Cover
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783458171638, Gebunden, 332 Seiten, 24.90 EUR
Herausgegeben von Carsten Peter Thiede und Karl Josef Kuschel. Reinhold Schneiders (1903 -1958) Romane, Erzählungen, Essays, Gedichte und Theaterstücke erscheinen seit Anfang der dreißiger Jahre im Insel…

Reinhold Schneider: Winter in Wien

Cover
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2003
ISBN 9783451281136, Gebunden, 304 Seiten, 24.00 EUR
Mit der Grabrede von Werner Bergengruen.