Jacques Lacan

Jacques-Marie Emile Lacan, 1901 in Paris geboren, wandte sich seinem Studium der Medizin der psychiatrischen Praxis zu. Die Lehranalyse absolvierte er bei Rudolf Loewenstein, einem Pionier der Ich-Psychologie. Die Bühne der internationalen Psychoanalyse betrat Lacan 1936 mit seinem Vortrag "Das Spiegelstadium". Darin kündigte sich bereits die Spezifik des Lacan'schen Denkens an, das die Psychoanalyse nicht vorrangig als Therapie, sondern wesentlich als philosophische Denkweise fasst. 1953 wird er aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung ausgeschlossen. 1964 gründete Lacan die "Ecole Freudienne de Paris", von der aus er bis zu ihrer Auflösung 1980 die Psychoanalyse Frankreichs entscheidend prägt. Sein Einfluss reichte jedoch weit über seine angestammte Disziplin hinaus - auf Literaturwissenschaft und Philosophie (insbesondere den Poststrukturalismus). Jacques Lacan starb 1981 in Neuilly.

Jacques Lacan: Über die paranoische Psychose in ihren Beziehungen zur Persönlichkeit und Frühe Schriften über die Paranoia. Diss.

Passagen-Verlag, Wien 2002
Herausgegeben von Peter Engelmann. Aus dem Französischen von Hans-Dieter Gondek.