Ibrahim Aslan

Geboren wurde Ibrahim Aslan am 3. März 1935 in einem Dorf nahe Tanta, einer größeren, etwa 100 Kilometer nördlich von Kairo gelegenen Provinzstadt. Während vieler Jahre arbeitete er als Postbeamter. Entscheidend geprägt wurde er von der Nasserschen Juli-Revolution von 1952. Wie andere seines Alters setzte er hohe Erwartungen in die Versprechungen eines Neubeginns und teilte später mit ihnen die Enttäuschung, die der Euphorie folgte - über die begrenzten Erfolge der Reformen, die wachsende Repression im Inneren und schließlich die verheerende Niederlage im Sechstagekrieg von 1967. Seine ersten Erzählungen, die von diesen Ereignissen deutlich Zeugnis ablegen, hat Ibrahim Aslan ab Mitte der sechziger Jahre in verschiedenen ägyptischen Zeitungen und Literaturzeitschriften veröffentlicht. 1971 erschienen sie gesammelt in dem Band "Abendsee". Dieser Sammlung folgten ein weiterer Erzählband, "Jussuf und der Mantel" (1987), und drei kurze Romane: "Der Ibis" (1983), "Nachtschich"t (1992) und "Nilvögel" (1999). "Der Ibis" wurde 1991 in Ägypten verfilmt. Seit 1993 leitet Ibrahim Aslan in Kairo die Feuilletonredaktion der in London erscheinenden Zeitung "al-Hayat".

Ibrahim Aslan: Die Spatzen vom Nil. Roman aus Ägypten

Cover: Ibrahim Aslan. Die Spatzen vom Nil - Roman aus Ägypten. Lenos Verlag, Basel, 2005.
Lenos Verlag, Basel 2005
Mit einem Nachwort von Hartmut Fähndrich. Aus dem Arabischen von Doris Kilias. Schauplatz der Spatzen vom Nil ist wie in Ibrahim Aslans Roman "Der Ibis" das lebendige Kairoer Stadtviertel Imbâba. Mit…

Ibrahim Aslan: Der Ibis. Roman aus Ägypten

Cover: Ibrahim Aslan. Der Ibis - Roman aus Ägypten. Lenos Verlag, Basel, 2002.
Lenos Verlag, Basel 2002
Aus dem Arabischen von Doris Kilias. Seit Jahren ist das Cafe Awadallah der wichtigste Treffpunkt für die Männer in Imbaba, einem dichtbesiedelten Stadtteil Kairos. Mit seiner Schließung, die immer wahrscheinlicher…