Klaus Farins Verlag Hirnkost, spezialisiert auf Dokumente aus Subkulturen und ausgewählte Science-Fiction, muss Insolvenz beantragen. 2024 konnte eine Spendenaktion den engagierten Kleinverlag noch retten - eine weitere Aktion scheint jedoch aussichtslos,
schreibt Farin im Verlagsnewsletter. Er ist nicht der einzige, dem das Aus droht, wie er schreibt: "In den neunziger Jahren gab es noch über
6.
000 unabhängige Verlage in Deutschland - heute sind es nur noch knapp 3.000. Doch zwei Prozent dieser Verlage - Konzerne wie Random House/Bertelsmann und Bastei Lübbe oder Holtzbrinck bei den Fachverlagen - erwirtschaften zwei Drittel des Umsatzes. Romance, TikTok-gefeaturete Young/New Adults und biographische Promi-Bücher sind die Krisengewinnler, unabhängig davon, ob sie von KI oder menschlichen Ghostwritern verfasst wurden. Monat für Monat geben Independentverlage auf, einige wenige 'retten' sich
als Imprints in die Arme großer Konzerne. .... Ähnlich schlecht geht es dem
Buchhandel. Auch hier hat sich die Zahl der unabhängigen, oft familiengeführten Unternehmen halbiert. Heute gibt es nur noch rund 2.600 kleine, unabhängige Buchhandlungen, doch 80 Prozent des Umsatzes wird in den zehn größten Ketten erzielt. Mindestens 20 Buchhandlungen sind allein in 2025 eingegangen, einige wurden von Thalia geschluckt."