Stichwort

Wolfram Schütte

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Die Vielfalt preisen

Essay 03.07.2015 […] Florian Kesslers Artikel antwortet auf Wolfram Schüttes Plädoyer für eine Literaturzeitung im Netz. Hier alle Artikel der Debatte. ==================== Nee. Eher nicht. Ich ahne, dass es sie nicht geben wird, die hier beim Perlentaucher diskutierte große zentralisierte Literaturzeitung, die Widerstand leisten soll gegen das Verschwinden der angestammten literarischen Öffentlichkeit. Ich ahne es […] es, bedauere es aber eher nicht. Denn das wichtigste Schlagwort in Wolfram Schüttes unbedingt lobenswertem Plädoyer finde ich einfach nur problematisch. Es lautet "zentralisiert". Das Format einer großen Online-Zeitung mit ""kanonischen" (zentralisierten)" Ansprüchen wird vorgeschlagen, weil die Offline-Literaturfeuilletons an Bedeutung verlieren, die eben zu ihren hehren Zeiten für exakt solche Ansprüche […] hat. Dieser Qualitätssprung ist die Öffnung des Sprechens über Literatur - hin zum Publikum und hinein in die verschiedensten gleichberechtigten Diskurse und Interessen. Der Literaturkritiker Wolfram Schütte war ja auch selbst herausragend und beeindruckend neugierig und offen für diese Qualitäten, wenn er nach der Frankfurter Rundschau für Plattformen wie das TITEL-Kulturmagazin und CULTurMAG schrieb […] Von Florian Kessler

Es braucht Dialog

Essay 02.07.2015 […] Dana Buchziks Artikel antwortet auf Wolfram Schüttes Plädoyer für eine Literaturzeitung im Netz. Hier alle Artikel der Debatte. ==================== Fahrenheit 451 muss die Stärken von Print ausspielen, vor allem aber Wurzeln im Neuen schlagen: Was im Printbereich seit Langem nicht mehr funktioniert, wird nicht plötzlich neu erblühen, nur weil man es in den digitalen Raum zerrt und das Beste hofft […] vergünstigter Zugang, der allerdings personalisierte Werbung mit sich bringt, oder ein Aufpreis, der konzentrierte, störungsfreie Lektüre ermöglicht. Eine digitale Zeitung darf eben nicht, wie Wolfram Schütte vorschlägt, "digitales Imitat des einstigen Printprodukts" sein. Um zukunftsfähig zu sein, reicht es jedoch, sich der Grundwerte des Journalismus zu erinnern: Journalisten müssen schnell reagieren […] Von Dana Buchzik

Tatsächlich ein Desiderat

Essay 01.07.2015 […] Ekkehard Knörers Artikel antwortet auf Wolfram Schüttes Plädoyer für eine Literaturzeitung im Netz. Hier alle Artikel der Debatte. ==================== Die Lage der Dinge Beispiel Nummer eins: In ihrer aktuellen Ausgabe hat die Zeit ein Special zur Literatur. Auf der Titelseite wird es angeteasert unter der Überschrift "Die Bücher des Sommers. Zeit-Autoren empfehlen ihre Favoriten". Das Wort "Kritik" […] das antiakademische Ressentiment bekommt nicht zuletzt Jürgen Kaube von vielen Feuilletonisten zu spüren. Fahrenheit Dies nur als sehr grobe Skizze der Lage, aus der heraus und in die hinein Wolfram Schütte sein Online-Magazin für Literaturkritik imaginiert. Einerseits hat er sicherlich recht: Das Feuilleton in Deutschland, das lange Zeit weltweit ziemlich einzigartig war, ist, mit dem Niedergang […] Kluge verfällt, ist da im übrigen nicht sonderlich hilfreich. Ich verbringe täglich viele Stunden im Netz: Das Verhältnis von Oase und Wüste ist da nach wie vor gut. Ein Online-Feuilleton, wie es Wolfram Schütte vorschwebt, eines also, dass die an der Printfront entstehenden Verluste an Platz, Niveau, Sachorientierung kompensiert, wäre eine gute Sache - und so langsam ist es auch ein Desiderat. Das Problem […] Von Ekkehard Knörer

Nele liebt Paul, aber Paul liebt Isa

Essay 30.06.2015 […] Jörg Sundermeiers Artikel antwortet auf Wolfram Schüttes Plädoyer für eine Literaturzeitung im Netz. Hier alle Artikel der Debatte. ==================== Bevor man auf den Text "Fahrenheit 451 oder die Zukunft des Lesens" von Wolfram Schütte reagiert, sollte man sich, denke ich, einige Dinge noch einmal ins Gedächtnis zurückrufen: Das so genannte Zeitungssterben - und das allmähliche Verschwinden der […] Zeitschriften oder öffentlich-rechtliche Sender gekoppelt sind) verdrängte Literaturkritik nicht allein beherbergen. Es fehlen die dafür notwendigen vielen Leserinnen und Leser. Denn es gilt, was Wolfram Schütte über das Buch und seinen Leser schreibt: "Freilich muss er das Buch erst einmal finden, was er aber ohne Schwierigkeiten kann, wenn er weiß, was er sucht." Dem Blog ergeht es wie dem Buch: es muss […] ein Literaturbetrieb, der sich über diese Fragen nicht streiten möchte, vielleicht sogar nicht streiten kann, da er in den Verhältnissen gefangen ist, sich ausgerechnet in dem "Findebuch", das Wolfram Schütte mit seiner Internetzeitung Fahrenheit 451 als Utopie entwirft, anders gerieren würde. Dabei ist das, was Schütte vorschwebt, hochinteressant. Zwar glaube ich, dass das schweifende Lesen, auf […] Von Jörg Sundermeier

Literaturkritik ist überall

Essay 30.06.2015 […] Nikola Richters Artikel antwortet auf Wolfram Schüttes Plädoyer für eine Literaturzeitung im Netz. Hier alle Artikel der Debatte. ==================== Ich bin von Wolfram Schüttes Plädoyer ganz gerührt. Das, was ihn motiviert, eine neue Literaturzeitung zu fordern, eine, die es ermöglicht, zu "finden ohne zu suchen", weist ihn nämlich als einen neugierigen Menschen aus, als einen, der sich gerne immer […] E-Mail-Eingang wandert, ganz bequem, ohne Anmeldung - und das mittlerweile auch von der FAZ in ihren E-Lektüren besprochen wird. Alles ist in Bewegung. Man muss sich nur einloggen. Ich würde Wolfram Schütte wirklich gerne einmal auf einen Kaffee treffen und ihm zeigen, wie er mit ein paar einfachen Handgriffen das für ihn vielleicht noch unübersichtliche Internet sondieren könnte, wie er in das " […] Vielleicht sollte es einfach einen Workshoptag für alle Interessierten geben, der genau diese Lesetechniken vermittelt. Ich mache gerne mit. "Lesen ist eine erlernte Kulturtechnik", schreibt Wolfram Schütte in seinem Artikel. Ja, das stimmt. Nur ist Lesen eben nicht auf das Lesen von gedruckten Buchstaben auf Papier beschränkt. Wir wissen mittlerweile, dass die digitale Revolution sogar das Lesen […] Von Nikola Richter

Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz

Essay 26.06.2015 […] ritik 21.07.2015 Die von Wolfram Schütte im Perlentaucher lancierte Debatte über Literaturkritik und das Desiderat eines neuen Internetmediums hat auch das Radioforum von SWR 2 zu einer Diskussion über das "Elend der Literaturkritik" angeregt: Es diskutieren Hans Ulrich Gumbrecht, Denis Scheck und Julia Schröder. Wir brauchen einen Inselführer 17.07.2015 Wolfram Schüttes Idee einer Literaturzeitung […] Editorial 24.06.2015. Wolfram Schütte möchte die Literaturkritik neu organisieren - durch eine Zeitung im Netz. Einladung zur Debatte im Perlentaucher. Von Thierry Chervel. Über die Zukunft des Lesens 24.06.2015. Wenn die Kritik eine Zukunft hat, dann im Netz - wenn auch in Form einer Zeitung, die online steht. Nennen wir sie Fahrenheit 451. Ein Plädoyer von Wolfram Schütte. […] Alle Artikel zu der von Wolfram Schütte angestoßenen Debatte über die Zukunft der Literaturkritik auf einen Blick: Literatur- und Sprachkritik 07.08.2015. "Über Literaturkritik zu schreiben, birgt gleich zu Beginn die Gefahr, aus den Augen zu verlieren, über was zu sprechen wäre." Die Herausgeberin und Essayistin Kathrina Talmi macht sich auf ihrem Tumblr Gedanken über die Debatte. Gute Literaturkritik […]

Rettende Öffentlichkeit

Essay 25.06.2015 […] An Wolfram Schütte und die Perlentaucher-Debatte   Ich habe zusammen mit Oskar Negt, aber auch mit Gefährten wie Florian Hopf, Peter Buchka und nicht zuletzt mit Ihnen, Wolfram Schütte, mein Leben lang für AUTHENTISCHE ÖFFENTLICHKEIT gekämpft. Nicht nur für die literarische und das Kino, sondern für Öffentlichkeit überhaupt: LIFE OF PUBLIC MAN ("maskulin/feminin"). "Öffentlichkeit und Erfahrung".   […] keinen einzigen Wanderer in der Wüste. Und doch bedeutet es für mich ein Glaubenszeichen, dass es RETTENDE ÖFFENTLICHKEIT gibt (die Musik in FIDELIO beweist es). Solchem Spurenelement sind Sie, Wolfram Schütte, und ich Patriot.   Kein Zögern! Es genügt, dass wir versuchen den Verhältnissen die eine oder andere Unwahrscheinlichkeit abzuringen. Schließlich bestehen wir Menschen selbst aus lauter Unwah […] Unwahrscheinlichkeit und aus Spurenelementen. Und der Glaube der "sogenannten bestehenden Verhältnisse an sich selbst" ist voraussichtlich ein Irrglaube.   Ich wünsche Ihnen, lieber Wolfram Schütte, und dem Projekt Glück. An meiner Mitarbeit wird es nicht fehlen.   Alexander Kluge *** Alle Artikel zur Debatte hier […] Von Alexander Kluge

Über die Zukunft des Lesens

Essay 24.06.2015 […] Mit diesem Text von Wolfram Schütte eröffnet der Perlentaucher eine Debatte zur Zukunft der Kritik, zu der wir sowohl Autoren als Journalisten und Verlagsleute einladen. Hier unser Editorial. ===================== Lesen ist eine erlernte Kulturtechnik, Buch- & Zeitungslesen erst recht. Da uns das (noch) alltäglich erscheint, muss man sich anstrengen, um seine verborgene Wahrheit zu erkennen: was […] noch in keiner Hinsicht von allen Seiten bedachte Projekt sollte in welcher Form auch immer so schnell & umfassend wie möglich diskutiert & realisiert werden. Frankfurt a.M., 8. Juni 2015 Wolfram Schütte *** Alle Artikel zur Debatte hier […] Von Wolfram Schütte

Kritik im Netz/Editorial

Essay 24.06.2015 […] Editorial zur von Wolfram Schütte angestoßenen Debatte über die Zukunft des Lesens. ================= Seit einigen Monaten geistert eine Debatte durchs Netz, die das Schrumpfen der Literaturkritik und der Feuilletons überhaupt zum Gegenstand hat. Eröffnet hat sie Jörg Sundermeier, der auf Zahlen Bezug nahm, die ich in einem Radiointerview genannt hatte: Demnach ist die Zahl der Buchkritiken in den […] mehr von Anzeigen angefressen wird), und natürlich in der Zeit. Kein einziges Land der Welt (kein Sprachraum, um genauer zu sein!) pflegte ein derartig lebendiges tägliches Literaturgespräch. Wolfram Schütte, Elder Statesman der deutschen Kritik, hat uns einen Aufruf zur Gründung einer Literaturzeitung im Internet zugeschickt, die das Schrumpfen der traditionellen literarischen Öffentlichkeit kompensieren […] Von Thierry Chervel