zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
≡
Home
Presseschauen
Kulturrundschau Efeu
Debattenrundschau 9punkt
Magazinrundschau
Bücher
Bücherschauen
Bücherbrief
Tagtigall
Wo wir nicht sind
Fotolot
Vorworte
Vorgeblättert
Stöbern
BuchLink
Podcast
Kino
Magazin
Essay
Intervention
Meldungen
Dokumentation
In eigener Sache
ein wort gibt das andere
Archiv
Newsletter
Podcast
Presseschau-Absätze
Bücher
Stichwort
Postcolonial Studies
30 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 3
9punkt
30.03.2021
[…]
Der Historiker Gil Shohat möchte in der taz zwischen postkolonialen Positionen und ihren Kritikern vermitteln (sieht die doktrinäre Versteifung allerdings nur auf der Seite der Kritiker): "Gebietet die ambivalente historische Realität es nicht, dass wir uns auch im erinnerungspolitischen Kontext über Kontinuitäten und Brüche von Holocaust, Antisemitismus, Kolonialismus und Rassismus wenigstens Gedanken machen, uns die (mal besseren, mal schlechteren) Argumente für eine stärkere Verschränkung anhören, ohne gleich auf der Absolutheit der eigenen Position zu beharren?"
[…]
9punkt
01.03.2021
[…]
Claudius Seidl setzt sich in der FAS mit Theorien auseinander, die den Holocaust irgendwie in eine größere Kolonialgeschichte ein- und vor allem unterordnen wollen.
[…]
9punkt
15.02.2021
[…]
Tobias Rapp liest für den Spiegel Michael Rothbergs Buch "Multidirektionale Erinnerung", das im Hintergrund der Mbembe-Debatte eine wichtige Rolle spielte.
[…]
Magazinrundschau
05.10.2020
[…]
In den letzten dreißig Jahren gab es eine fortwährende Attacke auf liberale Prinzipen, die von akademischen Disziplinen wie den Gender Studies, der Critical Race Theory,
Postcolonial Studies
und Queer Theory ausgehen, die universalistische Prämissen des modernen Liberalismus verneinen.
[…]
9punkt
25.09.2020
[…]
Die Kunstzeitschrift Texte zur Kunst hat ein Themenheft mit dem Titel "Anti-Antisemitismus" gemacht (Inhaltsverzeichnis), in dem man sich den Kopf über die Frage zerbricht, ob man "links" und dennoch für Israel und vor allem gegen die Israelboykottbewegung BDS sein kann.
[…]
9punkt
12.09.2020
[…]
In der SZ sehnt sich Bernd Graff in jene Zeiten zurück, als - mit Nietzsche und Foucault - die eigenen Wahrheiten hinterfragt wurden: "Im Namen von Gender und
Postcolonial Studies
werden Ereignisse wie Kulturerzeugnisse nun wieder von all ihrer Historizität und spezifischen Kultur befreit und nach den ethischen Maßstäben einzelner Gruppen geprüft, kommentiert und gesäubert.
[…]
9punkt
20.08.2020
[…]
Aus einem Denken der Differenz wurde dabei - und dies auch im vergröberten Sprech der heute modischen Linken - eines der Identität, das eigentümlich geschichtslos sei: "Ein Argumentationsgestus, der im Namen der gender und
postcolonial studies
häufig sichtbar wird, ist die Auffassung, dass die Kulturerzeugnisse aus den unterschiedlichsten Epochen mit den ethischen Maßstäben der Gegenwart bewertet werden müssen.
[…]
9punkt
26.06.2020
[…]
In Wirklichkeit sind wir dem Kolonialismus noch gar nicht entkommen. Die Kritik an Achille Mbembe ist einzig und allein dazu da, "von den Blindstellen europäischer Gewaltgeschichte" abzulenken, meint der in Südafrika lehrende Politologe Henning Melber in der taz: "Dabei kommt es den Kritiker*innen kaum in den Sinn, das Holocaust-Trauma als Verantwortung zu begreifen, um im Sinne des Never Again gegen jede Form von Diskriminierung, Rassismus und Gewalt Position zu beziehen (was auch eine Kritik an Menschenrechtsverletzungen durch den Staat Israel verlangt).
[…]
9punkt
24.06.2020
[…]
In der NZZ hält die Philosophin Maria-Sibylla Lotter nicht viel von Sprechverboten zum angeblichen Schutz von Minderheiten wie sie sich zum Teil in den Gender Studies, Queer Studies,
Postcolonial Studies
oder den Critical Whiteness Studies durchsetzen: "Wenn potenzielle Opfer abwertender Reden dazu ermutigt werden, sich als hilflose Opfer zu sehen, die durch Verbote vor Verletzungen geschützt werden müssen, wird ihnen eine Macht offeriert, die nichts mit freier Selbstermächtigung zu tun hat.
[…]
9punkt
17.06.2020
[…]
Jetzt erst entdeckt: Im Merkur-Blog erinnert Claus Leggewie daran, dass die Debatten um Kolonialismus und Holocaust schon immer quer liefen, nämlich: seit Joschka Fischer auf der PLO-Konferenz 1969 in Algier die restlose Befreiung Palästinas forderte oder Hans Jürgen Wischnewski die Gelder der Befreiungsfront FLN schmuggelte: "In den 1960er Jahren hat unsere Generation wie gesagt zwei 'Entdeckungen' gemacht: das sich abzeichnende Ausmaß der Judenvernichtung, die damals noch kaum einer Holocaust nannte, und die Befreiung der 'Dritten Welt', wie man Länder Afrikas, Asiens und Südamerikas nannte, die sich - friedlich im Rahmen der Bandung-Konferenz oder mit Gewalt in Guerillakämpfen - aus dem Joch kolonialer Fremdbestimmung, imperialer Abhängigkeit und kapitalistischer Ausbeutung zu lösen suchten.
[…]
9punkt
30.05.2020
[…]
Sehr instruktiv beschreibt der Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht in der Welt, wie sich in den
Postcolonial Studies
eine Hermeneutik durchgesetzt hat, in der es nicht mehr um die historische Analyse geht, sondern um heroische Intention.
[…]
9punkt
28.05.2020
[…]
Die postkolonialen Studien sind längst nicht mehr postkolonial, sondern sind inzwischen vor allem in den hiesigen Geisteswissenschaftern verinnerlicht und zu einer Art Doxa geworden.
[…]
⊳
1
|
2
|
3