Duvall auf Acid: Billy Bob Thorntons 'Jayne Mansfield's Car' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2012 […] Patrick) sah den Krieg nur von weit hinter der Front, ein Minderwertigkeitskomplex ist die Folge, den er in besonders markige Sprüche übersetzt. Carroll (Kevin Bacon), dekorierter Weltkriegsveteran, ist LSD werfender Hippie auf Antikriegs-Demonstrationen. Am schlimmsten hat es Skip (Billy Bob Thornton) getroffen: Ihn haben die Erfahrungen im Weltkrieg in einen Zustand skurriler geistiger Umnachtung gestürzt […] verbitterter Mann, den Duvall ungeheuer gravitätisch ins Bild setzt. Und natürlich Duvall am Ende in einer Schlüsselszene: Der Enkel, selbst auf einem Trip hängen geblieben, schüttet ihm heimlich LSD in den Eistee, den Duvall als Proviant mit auf die Jagd nimmt. Wie Duvall erst als nahezu Amok laufender Rentner im Wald fast John Hurt richtet ("Hande uber dem Kopf, you lousy German"), dann aber mit […] geredet wird. Vielleicht aber war auch die Pressekonferenz nur eine Verpackung, die die eigentliche Botschaft des Films im Gewand eines Antikriegsfilms verkaufen soll: Gerade die Zungen lockernde LSD-Sequenz steht in deutlicher Korrespondenz zu einer anderen Szene, in der abends ordentlich Alkohol unter den zwei Familien fließt. Es kommt, wie es unter Alkohol kommen muss: Die Stimmung wird aggresiv […] Von Thomas Groh

Vorgeblättert

Vorgeblättert 22.09.2003 […] n und utopischer Sozialprojekte verpuppte und einen virulenten Underground terroristischer Gruppen aus sind entband. Am Beginn der REISE stehen die halluzinatorischen Eindrücke und Gespräche eines LSD-Trips, den Vesper mit einem amerikanischen Juden in München (!) (bedeutungsvolles Ausrufezeichen im Original) eingenommen hatte. An diesem Text wollte er - so jedenfalls seine Konzeption - unter dem […] Visionen und Tiraden traktiert Vesper seinen Trip-Gefährten Burton, den Sohn eines reichen jüdischen Anwalts aus New York, den er auf der Rückfahrt aus Dubrovnik aufgegabelt und überredet hat, das LSD mit ihm zu teilen. Aber Burton, ein Kind der Woodstock-Generation, der in einer Werbeagentur jobbt und nur einen kleinen Ausflipp hatte nehmen wollen, reagiert auf diese allzu deutschen Geständnisse […]