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Frida Kahlo

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Poetische Ironie

Bücherbrief 05.08.2009 […] Besonders freut ihn von Matts Bandbreite und seine Offenheit auch für unbekanntere Autoren. Ein gutes Geschenk für Lyrikfreunde und solche, die es werden sollten. Bildband Frida Kahlo Fridas Kleider Aus dem Museo Frida Kahlo, Mexico City Schirmer und Mosel Verlag, München 2009, 189 Seiten, 49,80 Euro () Das Buch des Monats aus der Rubrik "Vom Fetisch zum Teetisch". Im Klappentext zu diesem Bildband […] für 50 Jahre verschlossen zu halten. 2004 war es soweit: Türen, Schränke und Schubladen durften geöffnet werden, und was zum Vorschein kam, übertraf alle Erwartungen." All die Kleider, die man von Frida Kahlos Gemälden kennt, existieren in Wirklichkeit. Rose-Maria Gropp war in der FAZ überwältigt. Der opulente Band ist mit einem kundigen Essay der Anthropologin Marta Turok angereichert. […]

Patricia Bosworth: Schwarz & Weiß. Das Leben der Diane Arbus

Vorgeblättert 31.08.2006 […] Avantgarde. Norman Mailer urteilte 1963 beim Anblick seines Porträts: "Einer Arbus eine Kamera zu geben, ist, als ließe man ein Kind mit einer scharfen Handgranate spielen." Diane Arbus wurde wie Frida Kahlo und Sylvia Plath zur Ikone einer Künstlerin. Auf den Filmfestspielen in Cannes 2006 wird der Film "Fur" (Pelz) vorgestellt, der das Leben der Diane Arbus auf die Leinwand bringt - mit Nicole Kidman […]

Vom Nachttisch geräumt

Vom Nachttisch geräumt 22.09.2004 […] geborene New Yorker Fotograf Nickolas Muray war in den 30-er und 40-er Jahren Freund und Liebhaber von Frida Kahlo. Er hat sie immer wieder fotografiert. Jetzt liegen diese Aufnahmen in einer imposanten Edition vor. Es sind zum großen Teil sorgfältige, detailversessene Selbstinszenierungen Frida Kahlos. Keine Strähne, kein Haar ihres die Oberlippe schmückenden Damenbarts, entging ihrer Aufmerksamkeit […] neugierig auf andere Arbeiten dieses Fotografen. Salomon Grimberg hat eine Einleitung zu den Aufnahmen geschrieben, die aufklärt über die Beziehung von Frida Kahlo und Nickolas Muray. Es werden ausführlich bisher unbekannte Briefe Frida Kahlos zitiert, deren bewundernswerte von Wut gespeiste Klarsicht dem Paris der Zwischenkriegszeit den Goldgrund nimmt, auf dem es sonst so gerne gemalt wird: […] überwältigenden Eindruck des Buches hervorrufen. Betrachtet man den Band genauer, stößt man auf schwarz/weiß-Bilder, die ein ganz anderes Bild zeigen. Da gibt es Fotos, die wie Schnappschüsse wirken. Frida Kahlo mit langem, herabhängendem Haar und gesenktem Kopf und einem bitteren Mund. Schon in der nächsten Sekunde aber hat sie den Kopf wieder gehoben und streckt ihn, dem Betrachter die vollen Lippen zeigend […] Von Arno Widmann