Stichwort

Geistiges Eigentum

10 Artikel

Der dritte Schritt vorm ersten

Redaktionsblog - Im Ententeich 05.06.2014 […] es, die von den Adepten des geistigen Eigentums von FAZ bis Reuss nie benannt wird. Open Source, Open Access: Das ist zu subversiv für den Friedenspreis. Man hätte Netzpioniere wie Richard Stallman würdigen können, der zu den Vorkämpfern der freien Softwarebewegung gehört und in einer visionären Erzählung die totalitären Gefahren einer Ideologie des geistigen Eigentums skizzierte. Man hätte Lawrence […] unbekannter Autor, der in seinem gundlegenden Werk "The Wealth of Networks" (hier unter CC-Lizenz) auf die Fortschrittsfeindlichkeit eines sich verabsolutierenden Copyrights und der Idee des geistigen Eigentums hinweist. Oder gar der wunderbare Dichter und Denker Lewis Hyde, der in "Common as Air" (hier ein Auszug aus seinem Buch als pdf) die Ideen der amerikanischen Günderväter über das Copyright (sie […] Von Thierry Chervel

Warum ich die Krautreporter unterstütze

Redaktionsblog - Im Ententeich 03.06.2014 […] das offene Netz: die großen Internetkonzerne, die es sich am liebsten ganz unter den Nagel reißen würden, die etablierte Medien- und Kulturindustrie, die die Informationen und Werke als ihr "geistiges Eigentum" stets durch ihre eigenen Kanäle zirkulieren lassen will, und die Staaten, die ihren Souverän den Geheimdiensten ausliefern. Die Piratenpartei hat leider auf ganzer Linie versagt. Aber die Fragen […] Von Thierry Chervel

Wer den Apfel küsst

Redaktionsblog - Im Ententeich 09.05.2012 […] wohl aber gegen den Begriff des "Geistigen Eigentums", den auch Hank hier verteidigt. Eigentlich ist jede der Grundbehauptungen in Hanks Artikel falsch, am besten man geht sie mal Punkt für Punkt durch. Grundbehauptung 1: "Kunst ist Kommerz. Und das ist gut so." Grundbehauptung 2: "Das Internet ist nichts für Dilettanten." Grundbehauptung 3: Geistiges Eigentum ist nichts anderes als der Apfel in […] Prozent waren durch Buy-Out-Verträge die schlimmsten Ausbeuter "Geistigen Eigentums". Die Buchbranche dagegen hat den Autoren stets einen prozentualen Anteil gelassen. Also Urheberrecht, ja: Die Urheber sollten sogar wieder gestärkt werden, wie das Beispiel der Buy-Out-Verträge in Zeitungen zeigen. Ein Diskurs des "Geistige Eigentums" aber, der in Wahrheit nur immer mehr von dem kapern will, was im […] bezeichnete. Denn auch Kultur, Wissen und Information sind eigentlich Commons, Gemeingüter. "Geistiges Eigentum" ist eine Allmende, die nur zeitweise mit Schutzfristen umstellt wird, um in erster Linie Urhebern und dann auch Kulturindustrien eine wirtschaftliche Existenz zu ermöglichen. Nur so lässt sich "Geistiges Eigentum" als Errungenschaft der amerikanischen und französischen Revolutionen betrachten, nicht […] Von Thierry Chervel

Das Leistungsschutzrecht wird floppen

Redaktionsblog - Im Ententeich 07.03.2012 […] "glücklos" allein genügt nicht, um einen Satz schützenswert zu machen. In dem Prozess, den FAZ und SZ gegen den Perlentaucher führten, zeigte sich der Bundesgerichtshof sehr kulant, was das "geistige Eigentum" (mehr hier) angeht, das sich die Zeitungen von den Autoren haben abtreten lassen, und stellte zum Beispiel Formulierungen wie "weltanschauliches Anliegen" oder "langatmige Ausbreitung von Al […] Von Thierry Chervel

Diesen Kuss der ganzen Welt

Redaktionsblog - Im Ententeich 16.02.2012 […] Zeitungen mal wieder das "geistige Eigentum" verteidigt. Aus dem Internet schlägt diesen Artikeln, anders als zur Zeit der Print-versus-Blog-Debatte kaum mehr Widerstand entgegen – zumindest publizistisch nicht, denn natürlich sind die Artikel in den Zeitungen selbst Reaktion auf den erfolgreichen Protest gegen Acta. Fassen wir zusammen, wo überall das "geistige Eigentum" in Anschlag gebracht wurde […] Einen großen Teil seiner obszönen Gewinne macht Jobs' Konzern mit 30 Prozent Provision auf "geistiges Eigentum". Er schaffte es, den Kulturindustrien seinen eigenen Hass aufs Offene als Lösung ihres Problems zu verkaufen. Es passte allzu gut zusammen! Stets gab sich Jobs als Verteidiger des "geistigen Eigentums". Die traditionellen Kulturindustrien haben in der Digitalisierung versagt und sich aufs […] hinterherzuschmeißen. Am Ende gehört das "geistige Eigentum" in die Verfügungsmasse der Internetkonzerne. Zwei Gruppen sind die eigentlichen Verlierer: die Urheber, die keinen Weg mehr aus diesen Verwertungsketten finden, und die Nutzer, die sich ebenfalls nur noch in den von diesen Konsortien vorgezeichneten Bahnen bewegen dürfen. Dem "geistigen Eigentum" würde auf diesem Weg unter anderem auch die […] Von Thierry Chervel

Abgeschrieben oder eigenes Werk? Links zum Streit über Helene Hegemanns Roman 'Axolotl Roadkill'

Redaktionsblog - Im Ententeich 18.03.2010 […] Kategorie sei, und fragt, ob die Hegemann-Bewunderer einfach nicht genug ihr eigenes "Jugendirresein" ausgelebt haben. 16.3.2010 Der Schriftstellerverband hat eine "Leipziger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums" veröffentlicht, die wohl sicher stellen solle, dass nicht die nominierte Helene Hegemann mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnet wird, meldet Gerrit Bartels im Tagesspiegel. So heißt es in […] Von Anna Steinbauer

Schutzlos ausgeliefert im Internet?

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.11.2009 […] zu ihren Printprodukten fürchten müssten, hätten Autoren ein Interesse daran, dass ihre Texte möglichst umfassend verbreitet werden. Zudem müsse die Einführung eines neuen Schutzrechts für geistiges Eigentum sich durch einen Nutzen für das Allgemeinwohl rechtfertigen lassen. Allein die Tatsache, dass das Verlegen von Printprodukten eine wirtschaftliche Investition bedeute, rechtfertige noch kein […] Von Ilja Braun

Die Früchte des Internets

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.07.2009 […] ntaren "krude ökonomische Interessen" verfolgten. So etwas wie "Fair use", ein Interesse der Allgemeinheit an der Verfügbarkeit des Weltwissens sprach er nicht an. Eine Sozialbindung seines geistigen Eigentums erkannte er ausdrücklich nicht an. Seine Gegner machte Reuß nicht namhaft, sprach nur von "Plagiatori im Internet" und "Geschäftmodelljodlern, die mit den Stimmen von Eunuchen sprechen, welche […] Von Thierry Chervel

Hört nicht auf die Heidelberger Bocksgesänge

Redaktionsblog - Im Ententeich 05.07.2009 […] dieses Recht schlicht nicht. Das Buch in der Deutschen Bibliothek gehört ihm nicht. Nicht einmal das Werk, die bloße, vom Papier gelöste Zeichenfolge, "gehört" ihm. Darum ist der Begriff des "geistigen Eigentums" Unsinn. Das Geistige, und das gilt auch für seine dümmeren Manifestationen, die ihre Urheber gern vergessen möchten, gehört letztlich der Allgemeinheit. Das Urheberrecht kommt aus dem Interesse […] Von Thierry Chervel

Die Akademie als Ort der Urheberrechtsdebatte?

Redaktionsblog - Im Ententeich 12.05.2009 […] Forderung nach freier Verfügbarkeit über alle kulturellen Güter sowie nach ungehindertem öffentlichen Zugang zu Online-Archiven ? der Kampf der Kreativen gegen eine großangelegte Enteignung geistigen Eigentums, gegen die fortschreitende Aushöhlung der Urheberrechte im Zeitalter des Digitalkopierens" Der Text der Akademie wirkt auffällig zwiespältig. Der "Erklärung" sind zudem "Anmerkungen" beigesellt […] Von Thierry Chervel