Stichwort

Bristol

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9punkt 13.07.2020 […] forscht zur Dekolonisierung der Stadt Bristol, wo jüngst die Statue des Sklavenhändlers und die Stadt prägenden "Philanthropen" Edward Colston gestürzt wurde. Ein Großteil der Bevölkerung besteht heute aus Nachfahren von Sklaven, auf deren Ausbeutung der einstige Reichtum der Stadt begründet war. Die Dekolonisierung muss ein Dialog sein, meint Jorek in der taz: "Bristols Bürgermeister Marvin Rees ist der […] der erste direkt gewählte Schwarze Bürgermeister Europas. Er bezeichnetet die Statue als Affront gegen einen Teil der Bevölkerung in Bristol, sich selbst eingeschlossen. Für Rees, der afrokaribischer Abstammung ist, wäre es denkbar, dass Colston seine Vorfahren verschifft hatte. So könne er als Bürgermeister Vandalismus zwar nicht gutheißen, aber er sehe auch die Bedeutung des Falls der Statue." Kaczynskis […]
9punkt 16.06.2020 […] Slavenhändlers und Philantropen Edward Colston in Bristol: Es war einfach überfällig, meint er. "Trotz der tapferen und beharrlichen Bemühungen von Aktivisten wurden alle Versuche, die Statue friedlich entfernen zu lassen, von Colstons Verteidigern vereitelt. Im Jahr 2019 fielen die Versuche, eine Gedenktafel am Sockel anzubringen, in sich zusammen, nachdem Bristols Society of Merchant Venturers, die Hohepriester […] Grundlage demokratischer Gesellschaften nachzudenken: die Würde des Menschen - und wie viel Anstrengung es kostet, sie zu wahren. Dazu gehört, dass Colston Philanthrop war, dem seine Herkunftsstadt Bristol Schulen und Krankenhäuser verdankt. Kinder können lernen, was für ein fragwürdiges, fragiles Wesen der Mensch ist - dass wir die komplexen Produkte einer komplizierten Geschichte sind." […]
9punkt 11.06.2020 […] haben, die sie zu einer politischen Klasse machen." Welche Statuen der späteren Zeit werden noch gestürmt?, fragt Thomas Kielinger in der Welt mit Blick auf den Sturz der Statue von Edward Colston in Bristol (Unser Resümee), den er leider wenig konkret und die Geschichte des britischen Sklavenhandels resümierend als "Lynchjustiz" verurteilt: "Selbst am Churchill-Denkmal vor dem Parlament in London strichen […] weite Landstriche Indiens mit brutalen Methoden unter britische Kontrolle." Der britische Theologe Anthony G. Reddie rechtfertigt in der taz den Abriss von Sklavenhalter-Skulpturen, wie jüngst in Bristol geschehen: "Höfliche Petitionen, die Statue Colstons und anderer zu entfernen, wurden ignoriert. Lange bevor ein sogenannter Pöbel die Statue in den Fluss warf, hatten schwarze Aktivisten darum gebeten […]