Elon Musks "Department of Government Efficiency" (
DOGE) demontiert den amerikanischen Staat in atemberaubender Geschwindigkeit. Der von Trump per Dekret eingerichtete Beirat "hat die Kontrolle über wichtige Bundesministerien und Datensätze übernommen - trotz Bedenken bezüglich ihrer Sicherheitsfreigaben, Cybersicherheit und der Legalität von Musks Aktivitäten",
schreibt Zack Whittaker. "Eine kleine Gruppe von vor allem jungen Angestellten aus dem privaten Sektor aus Musks Firmen und Mitarbeiterstäben - viele ohne jegliche Regierungserfahrung - haben nun Einblick in (und in manchen Fällen die Kontrolle über) die
empfindlichsten Daten der Bundesregierung über Millionen von Amerikanern und der engsten Verbündeten des Landes. ... Gewährt man einer Gruppe ungewählter Privatmenschen mit fadenscheinigen Sicherheitsüberprüfungen Zugriff auf den inneren Datenkern der US-Regierung ergeben sich
unzählige Sicherheitsrisiken. Um nur ein paar der Dinge aufzulisten, die schief gehen könnten: Greift man von einem nicht anerkannten Computer, auf dem sich Malware befindet, auf das Regierungsnetzwerk zu, kann dies andere Geräte im Netzwerk kompromittieren und den Diebstahl empfindlicher Daten der Regierungen gestatten, ob diese nun als geheim eingestuft sind oder nicht. Und die falsche Handhabe von persönlichen Informationen auf Geräten oder in Cloud-Umgebungen, die den Standards der höchsten Sicherheitsspezifikationen der Regierung nicht entsprechen, ... risikiert, dass Daten kompromittiert werden oder nach außen gelangen. Dies sind
keine unwahrscheinliche Szenarien; diese Art von Datenpannen geschehen ständig." Doch "am besorgniserregendsten ist vielleicht, dass DOGE mit seinen Aktivitäten
außerhalb der öffentlichen Kontrolle operiert. Beamte und Abgeordnete, die mit der Regierungsaufsicht beauftragt sind, haben Berichten zufolge keinen Einblick, auf welche Regierungsdaten DOGE Zugriff hat und mit welchen Cybersecurity-Kontollen und -Schutzmaßnahmen dies geschieht - wenn überhaupt."
Flankierend dazu haben Vittoria Elliott und Tim Marchman für
Wired recherchiert, wie diese jungen Mitarbeiter in Windeseile rekrutiert wurden - und das liest sich alles andere als beruhigend: "Die Einrichtung von Elon Musks sogenanntem Department of Government Efficiency beruht nach Angaben von drei Quellen und Chat Logs, in die
Wired Einblick hatte, auf einer Anwerbekampagne, die zum Teil von jungen Software-Programmieren ausgeführt wurde, welche dafür
in Online-Chatgroups und auf Discord-Servern ausgeschwärmt sind. Einige dieser Programmierer sind mit der Datenanalyse-Firma
Palantir assoziiert oder ihrem Mitbegründer und Vorstandsvorsitzenden und Musk-Verbündeten Peter Thiel."