Magazinrundschau - Archiv

Los Angeles Review of Books

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Magazinrundschau vom 07.02.2014 - LA Review of Books

Aaron Gilbreath feiert in der LA Review of Books Robert Gordons Buch "Respect Yourself - Stax Records and the Soul Explosion" als eines der wichtigsten Bücher über Popgeschichte der letzten Jahre - und er feiert natürlich das Stax Label, das in Memphis, Tennessee, gegründet von zwei (weißen) Geschwistern, gegen alle Rassentrennung die eigentliche Soulmusic erfand: "Stax machte Soul, aber anders als es die Mehrheit in Memphis als normal ansah. Das Label mischte die Rassen in den Bands und im Studio, es hatte schwarze Vollzeitangestellte und machte manche von ihnen reich. Stax' Politik war es, alle Leute zu engagieren, die Fähigkeiten oder Potenzial hatten. Es gab keine Trennung zwischen Studio und Kontrollraum, Musiker und Toningenieure konnten frei interagieren." Gordon hat vor einigen Jahren auch einen Dokumentarfilm über Stax gemacht (Trailer).
Stichwörter: Popgeschichte, Stax, Rasse, Tennessee

Magazinrundschau vom 14.05.2013 - LA Review of Books

Wenn in Kürze Terrence Malicks neuer Film "To the Wonder" ins Kino kommt, grenzt dies in der Tat an ein kleines Wunder: Sein letzter Film ist grade mal zwei Jahre alt. Geradezu legendär ist die 20 Jahre währende Arbeitspause zwischen seinem zweitem Film "Days of Heaven" und seinem drittem Film "The Thin Red Line", die dem Regisseur den Ruf eines zurückgezogenen Einsiedlers nach Thomas Pynchons Vorbild einbrachte. Doch tut man Malick damit Unrecht, schreibt Michael Nordine in einem material- und recherchereichem Artikel, der sich mit dem "Malick Hiatus" befasst: An nicht weniger als 12 Projekten hatte Malick in dieser Zeit gearbeitet, darunter "Q", ein besonders weit entwickeltes Projekt: Malick, erzählt Second-Unit-Kameramann Paul Ryan, "'interessierte sich für einen nicht-narrativen Stil, dem filmischen Äquivalent der Art und Weise wie, sagen wir, Beethoven seine Sinfonien strukturiert hat.' ... 'Das ursprüngliche Konzept sah ein im Nahen Osten während des 1. Weltkriegs situiertes Drama mit vielen Figuren und einem prähistorischen Prolog vor', erzählt Joe Gillis vom Los Angeles Magazine, 'Doch nachdem er einen Assistent für 10 Wochen auf Reisen geschickt hatte, um Drehorte ausfindig zu machen, strich Malick den Teil im Nahen Osten. Am Ende des Jahres nahm der prähistorische Teil das gesamte Drehbuch ein.' Diese prähistorischen Elemente wurden schließlich in 'The Tree of Life' (unsere Kritik) integriert. Und angeblich sollen sogar alte Filmdosen mit Q-Material ausfindig gemacht und in diesen Film eingebaut worden sein."

Magazinrundschau vom 24.01.2012 - LA Review of Books

Ingrid Norton hat ein Jahr in Detroit gelebt und eine Stadt kennengelernt, die implodiert, während die Vororte ringsum immer wohlhabender werden - und zwar je weiter sie vom Stadtkern entfernt liegen: "Die jüngsten Immigranten und internen Migranten - ob Weiße aus dem Süden, Araber oder Osteuropäer - haben rassische Hierarchien übernommen, der ihren eigenen Status zu Ungunsten der Afroamerikaner aufwertet. Während sich die Innenstadtbezirke Mitte des 20. Jahrhunderts vermischten, wuchsen rings um die Stadt Viertel und Gemeinden, die streng ihre rassischen und ethnischen Profile abgrenzten, häufig mit religiöser Begründung, und sich ausbreiteten wie ein Geschwür, das seinen Wirt tötet."

Außerdem: Der Drehbuchautor John Kaye erinnert sich an Sex, Drogen, Hunter S. Thompson und den Boxkampf zwischen Muhammed Ali und Leon Spinks in New Orleans 1978.