
Wenn in Kürze
Terrence Malicks neuer Film "To the Wonder" ins Kino kommt, grenzt dies in der Tat an ein kleines Wunder: Sein letzter Film ist grade mal zwei Jahre alt. Geradezu legendär ist die
20 Jahre währende Arbeitspause zwischen seinem zweitem Film "Days of Heaven" und seinem drittem Film "The Thin Red Line", die dem Regisseur den Ruf eines zurückgezogenen Einsiedlers nach
Thomas Pynchons Vorbild einbrachte. Doch tut man Malick damit Unrecht,
schreibt Michael Nordine in einem material- und recherchereichem Artikel, der sich mit dem "
Malick Hiatus" befasst: An nicht weniger als
12 Projekten hatte Malick in dieser Zeit gearbeitet, darunter "
Q", ein besonders weit entwickeltes Projekt: Malick, erzählt Second-Unit-Kameramann Paul Ryan, "'interessierte sich für einen nicht-narrativen Stil, dem filmischen Äquivalent der Art und Weise wie, sagen wir,
Beethoven seine Sinfonien strukturiert hat.' ... 'Das ursprüngliche Konzept sah ein im Nahen Osten während des 1. Weltkriegs situiertes Drama mit vielen Figuren und einem prähistorischen Prolog vor', erzählt Joe Gillis vom
Los Angeles Magazine, 'Doch nachdem er einen Assistent für 10 Wochen auf Reisen geschickt hatte, um Drehorte ausfindig zu machen, strich Malick den Teil im Nahen Osten. Am Ende des Jahres nahm der prähistorische Teil das gesamte Drehbuch ein.' Diese prähistorischen Elemente wurden schließlich in 'The Tree of Life' (unsere
Kritik) integriert. Und angeblich sollen sogar alte Filmdosen mit Q-Material ausfindig gemacht und in diesen Film eingebaut worden sein."