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Essay

Warum Wikipedia mit dem NoFollow Link das Netz zerschießt

Von Christoph Mayerl
30.08.2006. Wikipedia saugt sich voll mit Substanz aus dem Netz und gibt nicht einmal das kleinste bisschen Google Juice zurück. Warum ein kleiner Zusatz im Quellcode der Online-Enzyklopädie das Internet in Schieflage bringt.
Aktualisiert am 01.09.2006
(Wikipedia hat mittlerweile auf den Artikel reagiert. Wir auch. Die Nachträge zum neuesten Stand finden Sie hier am Ende des Artikels.)

Wikipedia ist großartig
. Nicht nur weil die Online-Enzyklopädie buchstäblich groß, sehr groß ist - es gibt nur 16 Seiten, die auf der Erde mehr Besucher anziehen als Wikipedia.org -, sondern vor allem der Schönheit des Vorhabens wegen: das Wissen der Welt jedem zur Verfügung zu stellen - kostenlos. Eine neue Bibliothek von Alexandria, errichtet von Tausenden und Abertausenden Altruisten, die freiwillig und sogar vergnügt mitarbeiten an der Erschaffung der größten Wissensansammlung aller Zeiten. Im Gegensatz zum Moloch Google beruht der Erfolg von Wikipedia nicht auf der Überlegenheit avantgardistischer Technik, raffinierter Algorithmen und riesiger Serverfarmen, sondern auf Individuen, die ihr Wissen an eine Art kollektives Gedächtnis der Menschheit weitergeben. Kritiker von Wikipedia wie Jaron Lanier bezweifeln das alles zugegebenermaßen. Lanier glaubt nicht an kollektive Intelligenz und fürchtet den Untergang des Einzelnen in der immergleichen universalen Benutzeroberfläche von Wikipedia: "Digital Maoism".

Man kann die Utopie in Wikipedia auch positiver sehen. Das Projekt ist immerhin menschlicher als etwa der Googlebot: Jeder Eintrag in den Superspeicher auf wikipedia.org ist im Grunde das Ergebnis eines Gesprächs, einer unendlichen globalen Diskussion über das, was wahr und richtig ist und was die Menschheit wissen sollte. Die, die mitmachen, nennen sich selbst stolz Wikipedianer und kommen sich auch offline näher. Man hat gemeinsame Interessen, und wenn es sorbische Dichter sind. Wikipedia ist nicht zuletzt eine soziale Bewegung.

Und in höchstem Maße asozial. Ein Schwamm, der die Inhalte des Netzes in sich aufsaugt, ohne das geringste Bisschen davon in Form von Google Juice zurückzugeben. Um das zu erklären, wird ein kurzer Ausflug in das Innere des World Wide Web notwendig.

Das Netz ist dezentral und chaotisch, weshalb Meta-Seiten, die andere Seiten aggregieren und ordnen, immer wichtiger werden. Die wichtigsten Meta-Seiten sind die Suchmaschinen. Bis in die späten Neunziger funktionierten sie im Grunde alle noch wie ihr Urahn Archie (mehr). Ein Programm indexiert die Seiten des Netzes nach Stichwörtern. Je öfter das gesuchte Stichwort in einem Dokument vorkommt, desto relevanter wird es eingestuft. Das wurde aber schnell zu ungenau, da eine reine Häufung von Begriffen noch nichts über die Relevanz der Seite zu dem betreffenden Thema aussagt.

Doch wie sollte man den Computer die Qualität von Texten und Seiten beurteilen lassen? Hier tritt nun Larry Page auf den Plan. Als Student in Stanford entwickelte er ein Programm, das erstmals alle Links auf eine beliebige Seite zurückverfolgen konnte. Zudem ordnete er die auf die Seite verweisenden Links nach ihrer Wichtigkeit, indem er, angelehnt an das wissenschaftliche Zitiersystem, den Link als den bedeutendsten einstufte, auf den selbst wiederum am meisten andere Seiten verwiesen. Er zapfte damit also die Intelligenz der Internetnutzer an, indem er auf das vertraute, was am meisten von externen Adressen verlinkt wurde. Der Link ist nach Google eine Empfehlung. Viele Links machen eine Seite wichtig. Wichtige Seiten steigen in der Google-Hierarchie, die auf der Google Toolbar auf einer Skala von 0 bis 10 angezeigt wird. Links von Seiten mit hohem Rang sind wichtiger als andere. Dass er damit das digitale Ei des Kolumbus gefunden hatte, wurde Page erst relativ spät klar. Der Algorithmus, später PageRank genannt, konnte jeder Seite im Netz aufgrund ihrer Linkstruktur eine Wichtigkeit zuordnen. 1998 wurde Google gegründet, heute ist das Unternehmen etwa 80 Milliarden Dollar wert.

Links sind damit zum wichtigsten Kriterium für die Rangliste einer Seite bei Google und mittlerweile auch bei den meisten anderen großen Suchmaschinen wie Yahoo oder MSN geworden. Wer nicht genug Google Juice hat, rutscht auf den Ergebnislisten der Suchmaschinen unaufhaltsam nach unten und wird damit im Netz quasi unsichtbar. Ein hoher Listenplatz ist demnach oft bares Geld wert, was natürlich Manipulierer auf den Plan ruft. Sie lassen automatisch Seiten bauen, die auf die eigene Site verlinken, um damit die Position zu verbessern. Blogs und interaktive Foren werden von Spambots heimgesucht, die gefälschte Beiträge mit kommerziellen Links generieren. Google konnte das nicht gefallen, weil es die Grundlage seiner Suche kompromittierte, und präsentierte deshalb Anfang 2005 den "nofollow" Code-Zusatz. Wird ein Link damit markiert, betrachtet Google ihn als nicht relevant und ignoriert ihn für seine Suche. Alle Blogs, die diese Funktion in ihrer Seite fest einbauen, würden für Spamschurken damit uninteressant und damit vom Spam befreit, argumentierte Google.

Zu Beginn schienen die Blogger ganz angetan, doch mit der Zeit mehrten sich die Zweifel, die am Schluss überwogen. Es gab sogar richtiggehende Anti-NoFollow-Bewegungen. Und sie haben Recht. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass der Linkspam in Blogs nicht erkennbar abgenommen hat. Aber vor allem werden alle anderen, nützlichen und wertvollen Links, die in den Kommentaren der Blogs als Votum für eine Seite gesetzt werden, über Nacht wertlos. Dadurch werden in das Gespinst aus Links und Gegenlinks, die das Netz in einer fragilen Balance halten, Löcher gerissen und die Suche wird - eine ironische Volte der kollektiven Intelligenz - durch die Nichtbeachtung relevanter Links sogar ein wenig ungenauer. Google hat sich also selbst ins Knie geschossen, indem es die wachsende und immer einflussreicher werdende Bloggerszene ein Stück impotenter und damit unfruchtbar für die Suchmaschinen machte.

Was hat das alles nun mit Wikipedia zu tun? Nun, in der MediaWiki Software, der Benutzeroberfläche der Online-Enzyklopädie, wurde das NoFollow Feature vom Leitungsgremium umgehend und weltweit implementiert - ohne die Gemeinde der Wikipedianer zu informieren. Der gutgemeinte Zweck war, den Linkspam auf wenig besuchten Seiten einzudämmen. Als der Schritt bekannt wurde, und das geht im Netz relativ schnell, wurde leider nur in der englischen Version der Wikipedia eine heftige Diskussion losgetreten. Die Befürworter von Nofollow, die wie Google mit dem Eindämmen von Linkspam argumentierten, wurden von den Kritikern relativ schnell überstimmt. Diese führten an, dass Linkspam mit Hilfe entsprechender Tools eigentlich recht gut bekämpft werden kann, vor allem aber, und das ist das wesentlich gewichtigere Argument, dass "die Förderung von wertvollen Quellen" durch entsprechende Verlinkung ja eine gute Sache sei. Am 6. März 2005 schon (offenbar nicht ohne Grund bedeutet wiki "schnell" auf hawaiianisch) wurden alle externen Links von dem nofollow-Attribut befreit, und die englischsprachige Wikipedia war für die Suchmaschinen wieder lesbar. Die anderen Sektionen (allen voran die deutsche, aber auch die nächstgrößeren wie die Franzosen, Polen, Japaner, Holländer und Italiener) scheint das nicht zu kümmern. Auch die zweitgrößte Wikipedia der Welt versieht ihre externen Links nach wie vor mit dem nofollow-Attribut. Ein Verhalten, das in mehrerlei Hinsicht fragwürdig ist.

Selbstentwertung
Was ist aus dem Vertrauen in die kollektive Intelligenz und die kollektive Verantwortung geworden, das die Wikipedia auszeichnet(e) und mit dem sie groß geworden ist? Die Einführung und Beibehaltung des Nofollow-Attributs ist zunächst einmal eine Misstrauenserklärung an alle Wikipedianer, denen nicht zugetraut wird, sinnvolle von kommerziellen Links zu trennen.

Unkenntnis
Halten die deutschen Wikipedianer ihre Seite für so schlecht überwacht, wenig besucht und allgemein vernachlässigt, dass kommerziell gesetzte Links niemandem auffallen und deshalb länger bestehen? Mit 450 000 Artikeln und 30 000 registrierten Wikipedianern (die Zahlen) ist dieser Standpunkt schwer nachzuvollziehen. Alleine die zahlreichen Umarbeitungen des Perlentaucher-Eintrags bei Wikipedia zeigen, dass auch bei weltpolitisch gesehen eher stilleren Seiten durchaus eine Kontrolle stattfindet.

Verzerrung

Die Suche im Netz wird ungenauer. Durch die Nichtberücksichtigung einer derart großen und wichtigen Seite werden Suchergebnisse verzerrt. Das Netz bekommt Löcher.

Doppelmoral I
Die allermeisten Besucher von Wikipedia stammen von Suchmaschinen und damit größtenteils von Google, denn die meisten Einträge der Online-Enzyklopädie stehen bei den Suchmaschinen unter den ersten Ergebnissen. Gerade Wikipedia lebt also von den Links, die von anderen Seiten kommen. Und gibt nichts, aber auch gar nichts zurück.

Doppelmoral II
Die internen Links zu anderen Wikipedia-Einträgen tragen kein nofollow-Attribut. Hier wird offenbar mit zwei Maßstäben gemessen. Denn interne Verweise auf eigene Unterseiten zählen sehr wohl für das Google-Ranking. Das heißt, Wikipedia tränkt die eigenen Seiten reichlich mit Google Juice, während es die anderen Seiten (von denen teilweise der Inhalt für die Artikel auf Wikipedia stammt), auf dem Trockenen sitzen lässt. Allein auf die Hauptseite der deutschen Wikipedia führen 112 000 Links, die Mehrzahl davon von anderen Unterseiten. Zum Vergleich: Spiegel online, das größte deutsche Internetmedium, bringt es gerade mal auf knappe 34 000 Links. Ein frappantes Ungleichgewicht. Wikipedia profitiert von den Links der eigenen und externer Seiten, ohne diese Wertschätzung zu erwidern.

Der Wikipedia-Eintrag zum Thema nofollow ist von einer derart lakonischen Kürze, dass man dahinter entweder Naivität oder Arroganz vermuten muss. Da fällt einem der Wikipedianer Krzysztof Jasiutowicz ein, der im Juni 2001, sechs Monate nach der Gründung von Wikipedia, in einem Forum eine treffende Bemerkung machte, die Marshall Poe in seinem Artikel in der aktuellen Septemberausgabe des Atlantic Monthly paraphrasiert. Das Internet sei demnach nichts anderes als eine globale Wikipedia ohne die gemeinsame Benutzeroberfläche zum Ändern der Artikel, erklärt Poe. "Die Inhalte des Internets - die Seiten - werden von einer losen Gruppe Gemeinschaft von Benutzern geschaffen, den Benutzern des Internets. Die Inhalte von Wikipedia - die Artikel - werden ebenfalls von einer losen Gruppe an Benutzern geschaffen, den Wikipedianern. Im Internet gehören die Seiten denjenigen, die sie geschaffen haben, und nur sie können sie verändern. Sie können zudem je nach Bedarf neue Seiten schaffen. Bei Wikipedia gehören alle Einträge allen Beitragenden, und jeder kann fast jede Seite verändern. Die Erstellung einer Seite hängt letztlich von der Zustimmung der Gemeinschaft ab. Das privatwirtschaftliche System des Internets erlaubt dem Internet freies Wachstum, aber es macht die Organisation und die Verbesserung sehr schwierig. Im Gegensatz dazu erlaubt das kommunale System von Wikipedia Wachstum und Ordnung und Fortschritt." Hat sich der Maoismus, in der Realität des 20. Jahrhunderts ein blutiges Monster, zur schönsten Braut der Online-Gemeinde gemausert?

Oder steckt noch mehr dahinter? Glauben die Wikipedianer vielleicht, mit ihrer aufgeräumten und demokratischen Insel in den Weiten des Internets die ultimative Version des WWW geschaffen zu haben, eine real existierende Utopie, die das äußere, defizitäre und chaotische Netz nicht nur nicht mehr nötig hat, sondern nichts mit ihm zu tun haben will? Werden deshalb alle Verbindungen zur Außenwelt als nicht vertrauenswürdig eingestuft, weil dort das Regime der Wikipedianer keinen Einfluss hat und für Ordnung, Wahrheit und Eindeutigkeit, also Sauberkeit sorgen kann? Glauben die Wikipedianer die Meta-Seite schlechthin geschaffen zu haben, die sich auf alle stützt, aber niemanden stützen muss, weil sie nicht innerhalb des Netzes verankert ist, sondern über ihm thront? Da kommt einem das schmuddelige, diffuse Netz mit all seinen Irrungen und Wirrungen doch wohnlicher vor.

Das alles wäre wenig beachtenswert, wenn Wikipedia nicht so ein Riese des Internets wäre. In Deutschland gehört das von unbezahlten Freiwilligen betriebene Projekt zu den zehn beliebtesten Seiten der Republik, noch vor Amazon und Microsoft. Mit der Größe wächst aber auch die Verantwortung, wie Google in China lernen musste. Wikipedia ist - abgesehen von der englischen Variante - zu einem schwarzen Loch im Netz geworden. In diesem Beitrag wurde allein acht Mal mal auf Wikipedia verwiesen und damit Google Juice gespendet. Wann beginnt Wikipedia dem Netz, diesem Gebilde aus Empfehlungen und Gegenempfehlungen, zurückzugeben, was es ihm schuldet?


Nachtrag 1. September, 10 Uhr

Zwei Stunden, nachdem dieser Artikel auf Perlentaucher.de online war, hat Wikipedia reagiert und zumindest ihren eigenen Eintrag zum Nofollow-Tag erweitert. Nun wird die technische Syntax erläutert, der Zweck von Nofollow erklärt und sogar auf die Kritik eingegangen. Darüber hinaus wird auf diesen Artikel verlinkt, natürlich immer noch mit dem Nofollow-Zusatz. Seit gestern, 10.58 Uhr, ist der Artikel 16-mal überarbeitet worden. Ob sich unter den deutschen Wikipedianern wie im englischsprachigen Raum aus dieser Betriebsamkeit eine Diskussion entwickelt, der über die Modifizierung des Enzyklopädie-Eintrags hinausgeht, ist noch nicht absehbar. Wünschenswert wäre es. Der Perlentaucher würde mitdiskutieren.
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