"Mit
Valentino ist
der Letzte der großen Couturiers abgetreten", schreibt Anne Goebel in der
SZ. Er "stand ... für alles, was die Menschen an Mode fasziniert. Glanz, Gespür für den Zeitgeist, hohe Handwerkskunst und eine
flirrende Nähe zu (
altem und neuem)
Geld. Er erfand ein Rot, das nach ihm benannt wurde, war Hofschneider von Jacqueline Kennedy, liebte die Oper und wurde nicht zuletzt deshalb zum
Inbegriff des Luxus, weil er ihn selbst gerne zur Schau trug." Wobei seine Kleider "in der Grundstruktur überraschend schlicht waren: klassische Schnitte, perfekt ausbalancierte Proportionen. Dazu die Vorliebe für Einfarbigkeit, um
raffinierte Details dann umso wirkungsvoller einzusetzen." Doch "wie Valentino Schleifen und kostbare Stickerei, Spitze, Chiffon oder ein korallenfarbenes Netz aus Perlen als Oberteil eher hintupfte als damit aufzutrumpfen, ist seit den ersten Entwürfen
hohe Kunst."
"Um Frauen in
schillernde Luxusgeschöpfe zu verwandeln, war ihm jedes Mittel recht",
schreibt Marion Löhndort in der
NZZ. In seinen Kleidern "prunkte
der ungebremste Glamour der alten Schule. ... Der Hang zum Drama, den er in seinen aufwendigen Roben auslebte, war dem Modeschöpfer schon in die Wiege gelegt worden. Seinen Vornamen, unter dem er berühmt wurde, hatte Valentino Clemente Ludovico Garavani der Vorliebe seiner Mutter für den
glutäugigen Stummfilmstar Rudolph Valentino zu verdanken." Das
Zeit-Magazin bringt eine Bilderstrecke.