For the time being. Sasha Waltz und Laszlo Sandig. Foto: Carlos Collado / Sasha Waltz
Mit 63 Jahren kehrt die Choreografin Sasha Waltz als Tänzerin mit "for the time being" in ihre Compagnie am Radialsystem zurück - ohne Glamour, aber mit einem "Wagnis", staunt Sandra Luzina im Tagesspiegel. Waltz ließ sich von der Methode des "Authentic Movement" inspirieren, die die amerikanische Tanzpionierin Ruth Starks Whitehouse in den Sechzigern entwickelte und die darauf beruht, "dass man sich mit geschlossenen Augen bewegt und den inneren Impulsen folgt". Berührend findet Luzina dabei vor allem das Duett von Waltz und Sigal Zouk: "Die beiden Frauen spiegeln sich in ihren Bewegungen, legen sich dann gegenseitig die Hand aufs Herz. Wenn Zouk dann zu Boden sinkt, hält Waltz sie fest und wacht über sie. Assoziationen ans Sterben werden hier wach. Die Tänzer durchlaufen verschiedene Bewusstseinszustände. Die Bühne verdunkelt sich, die dröhnenden Synthizersounds scheinen die Tänzer unter Druck zu setzen. Der Aufruhr der Körper verebbt dann wieder."
Mit Çağla Ilk übernimmt eine ehemalige Mitarbeiterin und einstige Vertraute von Shermin Langhoff zur nächsten Spielzeit die Intendanz der Berliner Volksbühne - und doch ist die Zukunft des Hauses offener denn je, befürchtet Elena Philipp in der nachtkritik. "Droht Berlin die Diskussion um eine 'Eventbude 2.0'?" Und wo ist eigentlich das plötzlich aufgetauchte und ebenso schnell wieder verschwundene Finanzloch? "Ihren Personalrat soll Shermin Langhoff eher gemieden haben, hört man aus dem Haus. Besteht dafür der direkte Draht zur Kultursenatorin? Das zuletzt diskutierte Finanzloch verschwand während einer Kulturausschusssitzung umstandslos. Geht hier alles mit rechten Dingen zu? Diese Frage stellt sich auch vor dem Hintergrund, dass ein nachtkritik-Antrag auf Einsicht in das bei der Ausschusssitzung erwähnte 'siebenseitige Papier' nach dem Berliner Informationsfreiheitsgesetz von der Senatskulturverwaltung abgelehnt wurde: Geschäftsgeheimnis. Transparent sind die Vorgänge also nicht."
Weitere Artikel: Der bisherige Chef des Futuriums, Stefan Brandt, soll neuer Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin werden, meldet der Tagesspiegel mit dpa. Ute Büsing sendet der nachtkritik einen TheaterbriefausBulgarien, wo sich das "Ivan Vazov"-Nationaltheater mit "sozial engagiertem" Programm gegen Korruption, Vetternwirtschaft und nationalkonservative und ultranationalistische Kreise behauptet. In der NZZ applaudiert Christian Wildhagen Cecilia Bartoli, die in Davide Livermores Neuproduktion von Händels Oper "Giulio Cesare" als Cleopatra einmal mehr als Diva brilliert.
"Ella", choreografiert von Sebastian Weber. Foto: Kurt-Weill-Fest
In der FAZ ist Wiebke Hüster begeistert von Sebastian Webers neuer Choreografie "Ella" im Rahmen des Kurt-Weill-Fests in Dessau. Omas kommen ja eigentlich nicht im Tanz vor. Um so erfrischender ist das Stück, das Weber als Hommage an seine eigene Großmutter konzipiert hat und in dem "sie ihm wieder gelingt, diese unnachahmliche, und eigentlich schwer vorstellbare Fusion von Stepptanz und zeitgenössischem Tanz. Webers Verschmelzung der Stile wirkt vollkommen organisch. Auch tanzen er und sein Ensemble mit einer unfassbaren Virtuosität und Natürlichkeit. Ein Stepp-Solo, wie das schier nicht endende, von ihm selbst getanzte, bildet auch den Höhepunkt von 'Ella'. Es fügt sich organisch in das Tanztheater ein. Es ist wie ein Moment in einem Miles-Davis-Konzert, wenn der Trompeter selbst zum Solo ansetzt und seine Improvisationen den Raum davontragen."
Bei backstage classicalschlägt Joosten Ellée, Leiter des Esslinger Podiums, vor, eine Aussage wie die Timothée Chalamets, der Oper und Ballett kurzerhand für irrelevant erklärte (unsere Resümees) das nächste Mal besser zu ignorieren: "Findet die Leichtigkeit im Spiel wieder. Bohrt euch in die Tiefe eures Nerdtums. Übt wie verrückt. Inszeniert bis sich die Bretter biegen. Feiert die Schrägheit, die Komplexität, die Radikalität euer Kunst. Aber macht das alles ohne Angst. Relevanz lässt sich nicht herbei diskutieren."
Weitere Artikel: Sven Behrisch berichtet für die Zeit über die internen Streits, die Milo Raus inszenierter "Prozess" gegen die AfD am Hamburger Thalia Theater ausgelöst hat. Ebenfalls in der Zeit resümiert Peter Kümmel die Kontroverse um den Intendanten der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser (mehr hier). Besprochen wird Jan Lauwers Inszenierung von Mozarts Oper "Titus" an der Staatsoper Berlin (FAZ).
Ebenfalls eher lauwarm besprochen wird Jan Lauwers Inszenierung der Mozart-Oper "La Clemenza di Tito" an der Wiener Staatsoper, die weder Wilhelm Sinkovicz in der Presse ("Lauwers, der die Akteure in Christbaumkugel-Glitzerkostüme hüllt, kann sich nicht entscheiden für eine durchgängige - und sei es parodistische - Erzählweise") noch Christoph Irrgeher im Standard("Die kinetische Energie des Beginns ist rasch verpufft, das Tanz-Geschehen nimmt ab - und die wenigen, anderen Attraktionen auf der kargen Bühne fesseln nicht allzu lange den Blick") so recht munden mag.
Weitere Artikel: In der SZ berichtet Helmut Mauró, wie sich Bühnenkünstler der Sparten Oper und Ballett gegen Timothée Chalamets Verunglimpfung ihrer Zünfte ("interessiert niemand mehr" - siehe auch hier) wehren. Janis El-Bira fragt sich auf nachtkritik ebenfalls anlässlich des viel diskutierten Chalamet-Interviews, warum polemische Kritik an der Hochkultur nicht einfach mit souveränem Weglachen quittiert wird. In der Berliner Zeitung porträtiert Michael Maier den Zürcher Opernintendant Matthias Schulz.
Szene aus "Alphabet" am Schauspielhaus Hamburg. Foto:Katrin Ribbe Mit "höchster Vorsicht" nähert sich Thom Luz in seiner Inszenierung von "Alphabet" am Hamburger Schauspielhaus dem gleichnamigen "Jahrhundertgedicht" von Inger Christensen von 1981, versichert Philipp Theisohn in der FAZ. Poesie auf eine Theaterbühne zu bringen ist immer ein Wagnis, und dann noch so ein Gedicht, dass "zwischen Regel und Chaos, zwischen metaphysischer Spekulation und konkretem Erleben, zwischen Kobaltbombe und Kartoffelschälen oszilliert". Aber, das Experiment gelingt über weite Strecken, findet der Kritiker: "Hervorzuheben ist vor allem die Spielleistung von Ilse Ritter, der man die wohl bekanntesten Verse zugemessen hat: jene Verse, in denen von der Atombombe, von der Zerstörung Hiroshimas und Nagasakis gesprochen wird. Nicht selten hat man in der Exegese des Gedichts aus ihnen friedenspolitische Allgemeinplätze abgeleitet. Die kalte Brüchigkeit, in der Ritter die Zeilen zum Vortrag bringt, lässt indessen das innere Drama zutage treten, das sie, das Orakel, in ihnen durchlebt. Da, wo die Auslöschung einmal ins Wort gelangt, ist sie nicht mehr aufzuhalten. Das Wort auszusprechen, heißt - und so hat man es in dieser Szene vor sich - ins 'erste alles entscheidende Nichts' zu starren."
Er wolle nicht am Ballett oder Theater arbeiten, sagte Timothée Chalamet kürzlich in einem Gespräch mit Matthew McConaughey - es würde sich sowieso niemand mehr dafür interessieren. Die Reaktionen reichten von Ärger bis Amüsement. Wiebke Hüster reagiert in der FAZ mit freundlichem Spott und resümiert ein paar Antworten: "Megan Fairchild, Starballerina des New York City Ballet, rückte die Dinge auf ihre Weise zurecht. In einem Insta-Post sagte sie, es sei ihr nicht bewusst gewesen, dass Chalamet über die außergewöhnlichen Begabungen eines Sängers oder Tänzers verfügt und diese zugunsten seiner Schauspielkarriere vernachlässigt habe. Man sieht ihren Spitzenschuh in seinem Schauspielernacken förmlich vor sich: Physisch sind Tänzer und Opernsänger eben Athleten (...) Auf Tiktok hieß es, so wie Chalamet im Film 'Wonka' gesungen habe, sei es letzten Endes für die Opernwelt doch glimpflich ausgegangen."
Besprochen werden Julien Chavaz' Inszenierung von Alfred Schnittkes Oper 'Leben mit einem Idioten' an der Oper Magdeburg (Van), Kirsten Uttendorfs Inszenierung von Ethel Smyths Oper "The Wreckers" am Landestheater Detmold (backstage classical), Melina Spiekers Inszenierung des Stücks "Raub. Verladene Erinnerungen" am Theater Bremen (taz), die Performance "Zuhause" in Kooperation mit dem Hamburger Lichthof Theater (taz), Rolando Villazóns Inszenierung der Rossini-Oper "L'Italiana in Algeri" an der Deutschen Oper Berlin (tsp) und Elfriede Jelineks und Olga Neuwirths Oper "Monster's Paradise" an der Oper Zürich (NZZ).
"Krieg und Frieden" in Bremen. Foto: Jörg Landsberg.
Zeit-Kritiker Tobi Müller kommt zwiegespalten aus Armin Petras' Inszenierung von Tolstois Roman "Krieg und Frieden" am Theater Bremen: "Petras zeigt diese emotionale Zerstörungskraft theatral schlau, indem er die Figuren in eine beschleunigte Zeit schickt. Rastlos wird in den Kriegspausen Geld verspielt. Und gleich dreimal wird überstürzt Liebe geschworen, verlobt, geheiratet, duelliert. Die Zeit ist ganz buchstäblich aus den Fugen". Das hat viel Humor, lobt der Kritiker. "Umso seltsamer wirkt es, wenn Armin Petras für die letzte Stunde ein Melodram aus dem Roman schnitzt." Am Ende dreht der Regisseur die Geschlechterverhältnisse um, was Müller nicht ganz behagt: Petras errichte einfach "eine neue Front. Sie ist jetzt weiblich und steht an der Rampe. Diese Frauen saufen Blut statt Wodka, während die Männer auf dem Totenbett Transfusionen kriegen. Ob das Sterben so wirklich aufhört?"
Nachtkritiker Andreas Schnell sieht in der Geschichte um Krieg, Revolution und Menschlichkeit viele Hinweise auf die Gegenwart: "Das letzte Wort haben zwei alte weiße Männer, die sich, als der Rest der Gesellschaft sich schon wieder dem Leben widmet, auf die Suche nach der nächsten Front machen. Dass sie sich selbst kaum noch auf den Beinen halten können, macht sie nur noch gefährlicher - aber stiftet auch ein wenig Optimismus, denn ihre Zeit läuft ab. Zumindest an diesem Abend. Dass Petras diese Pointe am Vorabend des Internationalen Frauentags setzt, ist vielleicht der dringlichste Fingerzeig für unsere Gegenwart, in der sich mächtige Männer mit Elan in immer neue Kriegsabenteuer stürzen."
Weitere Artikel: Rüdiger Schaper unterhält sich im Tagesspiegel mit Thomas Ostermeier über Gier im Theater. Timothée Chalamet erklärte kürzlich, für Oper und Ballett würde sich niemand mehr interessieren: Axel Brüggemann widerspricht für Backstage Classical entschieden. In Bern hat das Tanzfestival "Steps" begonnen, Lilo Weber berichtet in der NZZ.
Besprochen werden Guy Clemens Adaption von Benedict Wells' Roman "Vom Ende der Einsamkeit" am Schauspielhaus Bochum (nachtkritik), Daniela Löffners Inszenierung von Patricia Highsmiths Roman "Der talentierte Mr. Ripley" am Staatsschauspiel Dresden (nachtkritik), Mareike Fallwickls Roman "Die Wut, die bleibt" wird von Sandra Strunz am Rheinischen Landestheater Neuss auf die Bühne gebracht (nachtkritik), "Die Orestie" nach Aischylos, Regie führt Adena Jacobs am Schauspiel Köln (nachtkritik), Anja M. Wohlfahrts Inszenierung "Lonely Hearts Club" am Deutschen Theater Berlin (taz), Guiseppe Verdis "Rigoletto", inszeniert von Barbara Wysocka an der Bayerischen Staatsoper (SZ), Michael Bulgakows "Meister und Margarita" an den Münchner Kammerspielen, Regie führt Jette Steckel (SZ).
Nachdem Lars Eidinger kürzlich einen Zuschauer an der Berliner Schaubühne mit einem Degen verletzte, erinnert Christine Dössel in der SZ an wahre Katastrophen im Theater. Eine Woche vor Premiere trifft Thilo Komma-Pöllath in der FAS den Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber, der den Mozart-Abend "Die große Stille" in der Inszenierung von Christoph Rüping aufführen wird, ein Raumschiff auf der Bühne landen lässt und verspricht: "Sie hören eine Stunde Mozart, und sie kennen nichts." Auf den Bilder-und-Zeiten-Seiten der FAZ erinnert Sigrid Weigel daran, dass Theodor W.Adorno und Walter Benjamin die erste Inszenierung von Alban Bergs Oper "Wozzeck" im Jahr 1925 besuchten und im Anschluss ein Gespräch führten, das ihren jahrelangen Austausch begründete.
Besprochen wird das Stück "FOMO. Liebeserklärung an die Angst unserer Zeit" von Ran Chai Bar-zvi am Wiener Volkstheater (Nachtkritik).
Come Neve von Adriano Bolognino. Foto: Sabrina Cirillo
Tanztheater-Ultra Sylvia Staude besucht für die FR das den Produktionen des Nachwuchses gewidmete fünfte Tanzmainz-FestivalUpdate #5 im U17. Zu den vielen schönen Entdeckungen, die dort zu machen sind, zählt für sie "Come Neve" (Wie Schnee), eine Arbeit der italienischen Choreografin Adriano Bolognino: "In den mit einer Art Reifrock versehenen Kleidern (hergestellt durch einen neapolitanischen Häkelclub), kann frau keine großen Sprünge machen. Doch es genügen in 'Come Neve' kleine bis mittelgroße Gesten, es genügt die intrikate Sprache der Hände und Arme. Lesbar, interpretierbar ist das nicht, Bolognino weicht jeder konkreten Bedeutung aus. Gerade deswegen kann diese Choreografie mit schöner Fremdartigkeit bestechen. Was tun Rosaria Di Maro und Noemi Caricchia da eigentlich, meist im Unisono? Völlig egal, weil man nichts verpassen möchte von etwas, das man so noch nicht gesehen hat."
Jakob Hayner setzt in der Welt zu einer Wutrede wider zu kurz gedachte AfD-Kritik auf deutschen Bühnen an. Reine linksliberale Selbstvergewisserung betreiben laut Hayner Stücke von, unter anderem, Falk Richter und Milo Rau: "Anstatt sich mit der gescheiterten Demokratisierung als Nährboden eines rechten Populismus auseinanderzusetzen, propagieren die Polarisierungsgewinnler des linksliberalen Antifa-Theaters eine harmonische Demokratie, die allein von Rechtspopulisten gestört wird, die am besten vom Staat verboten werden sollten. Man spricht an der Anti-AfD-Front von 'unserer Demokratie', als hätte man ererbte Besitzrechte oder nennt sich 'wir Demokraten', als müsse man diesem exklusiven Club erst beitreten. Natürlich nährt das Ressentiment. Und schlimmer noch: Wer sich Demokratie ohne Konflikte vorstellt und die ihr innewohnenden Antagonismen verdrängt, ist ideologisch bereits auf dem Weg dorthin, wovor man unaufhörlich warnt." Zum Glück gibt es laut Hayner auch positive Gegenbeispiele, allen voran Tiago Rodrigues' Bochumer Produktion "Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten".
Weitere Artikel: Alexander Menden besucht für die SZ die dritte Vorführung eben von "Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten", also jenem Stück, dessen Premiere nach einer Publikumsintervention gegen einen einen Faschisten spielenden Schauspieler zum Skandalon wurde. Diesmal freilich bleiben alle gesittet und vernünftig auf den Plätzen. Florian Ilies schreibt in der Zeit über neu aufgetauchte Notizen des Dramatikers Heiner Müller. Sandra Luzina berichtet im Tagesspiegel über ein Projekt, das Sasha Waltz & Guests mit der belarussischen Künstlerin und Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa auf die Beine stellen wollen. Wolfgang Behrens versucht sich auf nachtkritik in negativer Zuschauerdialektik.
Besprochen werden Sandra Schüddekopfs Inszenierung von Lisa Danulats "Ota" am Wiener Theater Drachengasse (Standard - "Spitzfindig und dabei unterhaltsam"), Leoš Janáčeks "Das schlaue Füchslein", inszeniert von Ted Huffman an der Berliner Staatsoper (van - "kurz, vergnügt und federleicht") sowie ein "Nabucco" an der Wiener Staatsoper (Presse - "Scharenweise sei das Stammpublikum in der Pause enttäuscht abgezogen, noch am Ende habe es ein paar Buhs gegeben, heißt es").
Zumindest das Kuratorium der Salzburger Festspiele ist sich nach einer fünfstündigen Sitzung einig: Sie wollen den Intendanten Markus Hinterhäuser loswerden (unsere Resümees), meldet Manuel Brug fassungslos in der Welt. Hinterhäuser kann nun entscheiden, ob er sofort nach dem Sommer oder nach Vertragsende geht: "Man lässt jetzt Hinterhäuser trotz seiner unbestrittenen, jahrzehntelangen Verdienste ungerührt über die kulturpolitische Klinge springen. So hat man es in Salzburg, diesem schillernden Amalgam aus Weltkultur und Provinz, metropolitanem Flair und Mauschelei, schon immer gehalten. Denn im längst aus der Zeit gefallenen Kuratorium sitzen nur Politiker (drei vom Bund, die Landeshauptfrau, der Bürgermeister, ein Touristikvertreter und der ambitionierte Mozarteum-Chef) und die kegeln, hoppla, gern die Salzburg-Chefs weg."
Besprochen werden Lilli-Hannah Hoepners Inszenierung von Heiner Müllers "Die Hamletmaschine" am Staatstheater Augsburg (nachtkritik, taz) und Ted Huffmans Inszenierung von Leos Janaceks "Das schlaue Füchslein" an der Berliner Staatsoper (taz).
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