Die Anti-Atomkraftbewegung ist eine der erfolgreichsten sozialen Bewegungen der jüngeren Geschichte Deutschlands und in großen Teilen der Bevölkerung fest verankert. Nach einem mehr als vierzig Jahre dauernden Kampf hat sie ihre Ziele fast erreicht: den Ausstieg aus der Atomkraft und ein Umdenken in Richtung alternativer Energiekonzepte. Maßgeblich für den Atomausstieg der Bundesregierung waren dabei weniger die Atom unfälle von Harrisburg (1979), Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) als vielmehr das jahrzehntelange hartnäckige Engagement von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern sowie von Bürgerinitiativen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.01.2014
Es gibt Fehler in diesem Buch, Fehleinschätzungen auch, die Stefan Dietrich die Lektüre doch nicht verleiden können. Denn der Autor Wolfgang Sternstein, ein Urgestein der Antiatomkraftbewegung, punktet laut Dietrich vor allem mit einer Abrechnung mit den militanten Kräften der Bewegung und ungebrochener, zu Differenziertheit fähiger Gegnerschaft. Für den Rezensenten wird so deutlich, wie weit sich die Bewegung von ihren Wurzeln und ihren Grundsätzen entfernt hat. Dass die berühmten Schlachten von Wyhl und Wackersdorf, Gorleben und Asse, Brokdorf und Kalkar in diesem Buch retrospektiv noch einmal geschlagen werden, kann der Rezensent dem Autor nicht wirklich verübeln.
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