Werner Krauß, Hans von Storch

Die Klimafalle

Die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung
Cover: Die Klimafalle
Carl Hanser Verlag, München 2013
ISBN 9783446435070
Gebunden, 248 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit Abbildungen. Die Klimagipfel scheitern und bleiben folgenlos, obwohl die Emissionen immer weiter steigen. Der Klimaforscher Hans von Storch und der Ethnologe Werner Krauß erklären, wie wir in der Klimafalle gelandet sind und wie wir ihr entkommen können. Die inflationäre Ankündigung der Klimakatastrophe hat zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft geführt. Dabei ist der Klimawandel keine wissenschaftliche Frage, sondern eine gesellschaftliche! Er muss in regionaler Kultur, Alltag und Politik verankert werden. Die Weltgesellschaft braucht keine politisierte Wissenschaft, die das 2-Grad-Ziel ausruft, sondern eine, die die Bedingungen für einen pragmatischen Umgang mit dem Klimawandel auslotet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.05.2013

In der Diagnose lesenswert, bei der Therapie schwach, meint Michael Bauchmüller zu diesem Buch von Hans von Storch und Werner Krauß, das zeigt, wo die Klimawissenschaft in die Klimafalle tappt. Laut Autorenteam sind in der aktuellen Debatte Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nicht mehr auseinanderzuhalten. Was als spannende Kombi zweier Perspektiven (Küstenforschung und Ethnologie) beginnt, endet für Bauchmüller leider im falschen Therapieansatz. Regionale Schritte gegen den Klimawandel hält er für Arbeit am Symptom, gut gemeint, doch leider nutzlos.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2013

Klimaskeptiker werden mit diesem Buch nicht auf ihre Kosten kommen, baut Rezensent Ulf von Rauchhaupt Erwartungen vor, die eventuell durch den Titel geschürt worden sein könnten. Der Physiker Hans von Storch und der Kulturwissenschaftler Werner Krauß hegen nicht den geringsten Zweifel an dem von Menschen gemachten Klimawandel, betont Rauchhaupt, der das Buch aus einem anderen Grund mit Gewinn gelesen hat: Storch und Krauß kritisieren darin den Automatismus, den die Klimaforscher in Gang gesetzt sehen möchten: Als würden Forschungsergebnisse  gesellschaftliche Debatten und politische Entscheidungen überflüssig machen. Vor einer solchen Überhöhung sieht der Rezensent zurecht gewarnt, denn anstelle einer Verwissenschaftlichung der Politik trete mit einer Verwischung der Grenzen meist die Politisierung der Wissenschaft. Mit großem Interesse liest Rauchhaupt, dass Storch und Krauß in ihrem Buch also anstelle einer globalen Dekretierung von Klimazielen für regional differenzierte Strategien aus CO2-Reduktion und Klimaanpassung plädieren.